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Beratung

24.11.2018

Jugendhilfe im Landkreis Günzburg wird deutlich ausgeweitet

Künftig gibt es mehr Jugendhilfe-Angebote im Landkreis Günzburg. Das hat der Jugendhilfeausschuss des Kreistags beschlossen.
Bild: Bernhard Weizenegger (Archiv)

Welche Angebote der Jugendhilfe es im kommenden Jahr geben soll und warum manche Ausschuss-Mitglieder bei der Fülle langsam den Überblick verlieren.

Die Erziehungs-, Jugend- und Familienberatung der Katholischen Jugendfürsorge (KJF) am Hofgartenweg 8 in Günzburg wird im kommenden Jahr ihre Angebote unter dem Stichwort „Aufsuchende Erziehungsberatung“ deutlich ausweiten. Neu ist im kommenden Frühjahr das Elterntraining „Familien in Fahrt“, ein Gemeinschaftsprojekt der sieben Familienstützpunkte im Landkreis und der Koordinierenden Kinderschutzstelle am Landratsamt. Vorerst vertagt wurde im Jugendhilfeausschuss eine Entscheidung darüber, ob der Landkreis das Kursangebot „Eltern sein in Deutschland“ für ausländische Familien finanziert.

Der Verein „Eltern für Afrika“ bietet seit vier Jahren Beratungskurse für ausländische Familien unter dem Titel „Eltern sein in Deutschland“. In den Landkreisen Augsburg und Aichach-Friedberg seien damit „gute Erfolge“ erzielt worden, erklärte Jugendamtsleiterin Antonia Wieland im Jugendhilfeausschuss.

Es gab Zweifel im Gremium

Dessen Mitglieder waren nicht restlos überzeugt. Es gebe im Landkreis bereits eine Fülle ähnlich gelagerter Angebote, erklärten die Kreisräte Roland Kempfle (CSU) und Georg Kithil (FDP). Auch Artur Geis, der Leiter der KJF-Beratungsstelle, sah die Gefahr von unnötigen Überschneidungen. Hinzu kommt: Die Kosten einiger weniger Elterntrainings mit relativ wenigen Teilnehmern würden sich für den Landkreis auf 44 600 Euro belaufen. Kempfle und Kithil erklärten, allmählich den Überblick über die vielfältigen Beratungsangebote verloren zu haben.

Sie baten die Kreisverwaltung deshalb um eine entsprechende Auflistung, um in den Fraktionen genauer über die Sinnhaftigkeit des Projekts „Eltern sein in Deutschland“ beraten zu können. Eine Entscheidung wurde deshalb vorerst vertagt.

Der Landkreis spart 11 000 Euro

Dank einer Förderung durch das Projekt „Frühe Hilfen“ und mittels Spenden kann das Personal der KJF-Beratungsstelle leicht aufgestockt werden. Dadurch ist es möglich, die Angebote in Form der „Aufsuchenden Erziehungsberatung“ auszuweiten. Zugleich spart der Landkreis rund 11000 Euro bei seinen bisherigen Zuwendungen. Ein Umstand, der im Jugendhilfeausschuss in jeder Hinsicht begrüßt wurde.

Artur Geis, der Leiter der KJF-Beratungsstelle, erklärte, ausgeweitet würden unter anderem Elternabende an Schulen, in Kindergärten und in den Familienstützpunkten oder Sprechstunden am Bezirkskrankenhaus für Kinder psychisch kranker Eltern. Damit werde es möglich, außerhalb der Beratungsstelle präventiv auf Ratsuchende zuzugehen.

Ein Training soll Eltern von der Schwangerschaft bis zur Pubertät begleiten

In eine ähnliche Richtung zielt das Elterntraining „Familien in Fahrt“, mit dem im Frühjahr 2019 begonnen werden soll. Die Kursangebote reichen von der Vorbereitung auf die Schwangerschaft über Hilfen beim Besuch von Kindergarten und Schule bis hin zu Problemen in der Pubertät der jugendlichen Familienmitglieder. Über die Kurse hinaus werden auch Vorträge namhafter Erziehungsexperten angeboten. Die Kosten des Projekts belaufen sich auf etwa 16000 Euro, für die dank anderer Fördergelder und Spenden allerdings nicht der Landkreis aufkommen muss. „Familien in Fahrt“ wurde deshalb vom Jugendhilfeausschuss einstimmig befürwortet.

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