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Krumbach

18.12.2017

Junge Band träumt vom Durchbruch

Manuel Alsleben aus Attenhausen (links) und Maximilian Böttcher aus Ursberg haben die Band Dunkeltraum gegründet. Eine besondere Bedeutung habe der Bandname nicht, sagt Manuel. „Uns ging es mehr um den Klang des Namens.“ Aktuell sind sie zu zweit, suchen aber Verstärkung.
Bild: Tanja Lanzl/Nachbearbeitung: rabes_welt

Zwei Musiker aus dem Landkreis Günzburg legen mit ihrer neuen Band Dunkeltraum erfolgreich los.

Über das Internet haben sie sich vor einem Jahr kennengelernt, Manuel Alsleben aus Attenhausen und Maximilian Böttcher aus Ursberg. Damals, im Dezember 2016, suchte Manuel auf der Facebook-Seite Spotted: Krumbach einen Sänger, um eine Band zu gründen. Obwohl Maximilian Schlagzeuger ist, wurde er von einem Freund auf die Anzeige aufmerksam gemacht. Er hatte Interesse, probierte sich als Sänger und blieb. Geboren war die Band Dunkeltraum. Nur ein Jahr später können die beiden bereits einen Achtungserfolg bei einem großen Wettbewerb feiern, suchen Verstärkung und haben ihr erstes Youtube-Video gedreht. Das alles soll nur der Anfang sein.

Und der ist fulminant: Sie haben es bereits in eines der populärsten Musikmagazine im Gothic- und Dark Metal-Bereich geschafft. Sonic Seducer heißt es und kann im gesamten deutschsprachigen Raum gekauft werden. Auch „in Krumbach im Edeka“, sagt Manuel und lacht. Neben 30 weiteren Bands sind er und sein Bandkollege Maximilian im Magazin und auf der beiliegenden CD vertreten – beim Wettbewerb Battle of the Bands 2017. Ein großer Erfolg für die beiden Musiker in ihrer erst kurzen Karriere.

„Das war wirklich der Hammer“, beschreibt Maximilian den Moment, als sie gesehen haben, dass sie ausgewählt wurden. Jetzt sind sie auf Unterstützung angewiesen, denn die Leser und Hörer können nun im Internet für ihre Lieblingsband abstimmen. Der Hauptpreis: Aufnahmen im legendären Chameleon-Studio in Hamburg. Außerdem setze sich das Magazin für die zehn besten Bands des Wettbewerbs bei der Suche nach einer Plattenfirma ein. „Wenn wir da gut abschneiden würden, da könnte sich schon etwas Großes daraus entwickeln“, sagt Maximilian, der derzeit eine Ausbildung zum Immobilienkaufmann macht. „Aber dabei sein ist alles.“

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„Es ist eher düstere Musik“

Ihr Musikstil sei „schwierig zu beschreiben“, sagt Manuel, „eher düstere Musik“. Neue Deutsche Härte und Dark Metal nennt es der 28-Jährige. Es müsse aber nicht alles dunkel sein. „Wir machen, was uns in den Sinn kommt und wollen uns da nicht so festlegen.“ Auch Maximilian betont, dass ihnen Vielfältigkeit und Abwechslung wichtig seien. Doch angelehnt ist der Stil laut Manuel an Rammstein.

Den Sänger von Rammstein nennt Maximilian auch gesanglich „ganz klar“ als Vorbild. Gesangserfahrung habe er keine gehabt, sondern einfach ausprobiert und geübt, erzählt der 21-Jährige. Wie das anfangs war? „Es hat mich schon sehr viel Überwindung gekostet“, sagt er und lacht. Als Schlagzeuger sei man es gewohnt, sich im Hintergrund zu halten. „Es ist für mich auch heute noch gewöhnungsbedürftig und Aufregung ist immer dabei.“

An den Texten arbeiten sie gemeinsam. Woher die Ideen dazu stammen? „Ich setze mich mit der Gitarre hin und in diesem Moment kommen mir die Ideen“, sagt Manuel. Gitarre spiele er seit 2003, schätzt er. Mit Mitte 20 packte den gelernten Industriekaufmann der Ehrgeiz: „Ich dachte mir, jetzt oder nie“, sagt er. Er habe etwas „über das Geklimper Zuhause hinaus“ machen wollen und angefangen, die ersten Songs zu komponieren. Als einige Instrumentalversionen fertig waren, suchte er einen Sänger. Und fand Maximilian, der momentan auch noch die Schlagzeug-Parts übernimmt. Manuel selbst spielt Gitarre, Bass und Keyboard.

Sie suchen noch Verstärkung

Doch zu zweit mit vier Instrumenten und Gesang live aufzutreten ist natürlich schwierig. Der Grundstein – Bass, Gitarre, Schlagzeug und Gesang – müsse dafür da sein, sagt Maximilian. Deshalb suchen die beiden noch einen Bassisten und einen Schlagzeuger, um „bestenfalls Mitte 2018 live spielen zu können“, erklärt Manuel. Auch ein Album soll bald folgen. Momentan sei die Musik noch ein Hobby, aber mit viel Ehrgeiz. „Wir klemmen uns 100 Prozent dahinter und schauen einfach, was passiert“, erklärt er. Denn sollte sich mehr ergeben, müsse es nicht zwingend ein Hobby bleiben, sind sich beide einig. Doch momentan wollen sie „einfach nur unsere Musik zeigen“, sagt Maximilian.

Dieses Ziel verfolgen sie auch mit ihrem Youtube-Kanal Dunkeltraum. Vor wenigen Monaten haben sie ihr erstes eigenes Musikvideo zum Song „Das Meer“ online gestellt. Den Clip haben sie im August komplett alleine gedreht, ohne Videoerfahrung. „Eine Urlaubswoche ging komplett dafür drauf“, erzählt Manuel.

Das Mädchen, das im Video zu sehen ist, ist ein Nachwuchsmodel aus dem Augsburger Raum. Manuel hat sie zufällig bei Ebay-Kleinanzeigen entdeckt, dort habe sie nach Aufträgen gesucht, erzählt er. Circa sieben Stunden lang haben sie an einem Weiher zwischen Schöneberg und Jettingen gedreht. Das Ergebnis ist auf ihrem Youtube-Kanal zu sehen.

Battle of the Bands 2017 Auf www.sonic-seducer.de kann man für Dunkeltraum abstimmen. Infos zur Nachwuchsband gibt es auch auf www.dunkeltraum.com sowie bei Facebook, Instagram, Twitter und Soundcloud.

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