Newsticker

München überschreitet Corona-Grenzwert
  1. Startseite
  2. Lokales (Günzburg)
  3. "Kein Ei aus Quälerei"

12.03.2009

"Kein Ei aus Quälerei"

Günzburg (AZ) - Wenige Wochen vor Ostern fordert der Tierschutzverein Günzburg "Kein Ei aus Quälerei - Käfig bleibt Käfig". Die bisher erlaubte Batterie-Käfighaltung von Legehennen ist seit Jahresbeginn nicht mehr zulässig. Aber das bedeute nicht das Ende der Hennenqual, stellen der Deutsche Tierschutzbund und sein Mitgliedsverein Günzburg fest. Denn seit dem 1. Januar 2009 dürfen die Geflügelhalter die Tiere weiter in Kleingruppenkäfigen unterbringen. Der Unterschied dieses neuen Käfigsystems zum alten Käfig sei nur marginal.

In den alten Käfigsystemen hatten die Legehennen laut Mitteilung die Fläche von 550 Quadratzentimeter als "Lebensraum" zur Verfügung. Im Kleingruppenkäfig sind es seit dem 1. Januar gerade mal 800 Quadratzentimeter, was der Fläche eines Aktendeckels entspricht.

Jedes Ei von Hennen aus Käfighaltung müsse mit einer 3 beginnen, weshalb der Deutsche Tierschutzbund mit dem Slogan wirbt "Kein Ei mit 3!" Besser sei da schon eine Ziffernfolge, die mit 2 beginnt. Dabei handle es sich zumindest schon um Bodenhaltung. Allerdings dürften die Hühner nicht ins Freie. Die vergleichsweise tiergerechteste, landwirtschaftliche Haltung von Legehennen ist laut Verein die Freilandhaltung. Sie verdiene die Nummer 1, zum Beispiel 1 DE-12347. Die Tiere hätten die Möglichkeit, ihren Stall zu verlassen. Ihnen steht ein Auslauf von mindestens vier Quadratmetern pro Tier zu. Übertroffen werde diese Haltungsform nur noch von ökologisch geführten Betrieben. Diese Eier bekommen eine Null am Anfang.

Themen folgen

Die Diskussion ist geschlossen.

Das könnte Sie auch interessieren