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02.03.2009

Kein "Klima der Angst" beim Klimaschutz

Günzburg Kaum ein Tag vergeht, ohne dass in den Medien von den teilweisen gravierenden Folgen des Klimawandels berichtet wird: Überschwemmungen, Dürren, Waldbrände. Schon jetzt verändern sich Ökosysteme und Lebensbedingungen auf allen Kontinenten und in den meisten Ozeanen mit bedrohlichen Prognosen für Pflanzen, Tier und Mensch. "Trotz dieser negativen Vorhersagen sollten wir kein Klima der Angst schaffen", so Landrat Hubert Hafner bei der Eröffnung der Umweltwoche 2009.

Bereits zum 25. Mal lud der Landkreis Günzburg zum Thema Energie und Umwelt in die Sporthalle der Berufsschule Günzburg. Hafner zeichnete ein düsteres Zukunftsbild: "Die Launen des Wetters werden durch die Welt fegen wie in einem Katastrophenfilm. Unsere Kinder werden in der Zukunft Regenwälder in Flammen aufgehen und Seen kochen sehen", so der Landrat weiter.

"Jeden Tag eine gute Tat" für den Umweltschutz

Klar ist auch: Wenn ein jeder Einzelne sich ein bisschen an der eigenen Nase fasst, kann der Schutz für Klima und Umwelt einen kleinen Schritt weiter vorankommen. "Müssen es zu Weihnachten unbedingt Erdbeeren aus Ägypten sein?", mahnte Zweiter Bürgermeister Anton Gollmitzer. Frei nach dem Pfadfindermotto "Jeden Tag eine gute Tat" sollen die Bürger bei sich zu Hause aktiven Umweltschutz betreiben.

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Stolz berichtet Oberstudiendirektor Günther Geiger als Gastgeber der Berufsschule Günzburg über die Auszeichnungen, mit der sein Haus von der Agenda 21 ausgezeichnet worden ist. Die Schüler haben in den vergangenen Jahren über 17 000 neue Bäume für den Klimaschutz gepflanzt. Die Besucher nahmen nach der Eröffnung die Gelegenheit wahr, mit den Vertretern der anwesenden Fachfirmen und Ausstellern, der Agenda 21, der Planko-Bio-Net GmbH, der Kreisabfallwirtschaft im Landratsamt Günzburg, Erdgas Schwaben, der Innung für Sanitär und Heizung, der Kaminkehrerinnung, der Lechwerke (LEW) und Baywa über Umwelt und Klima zu sprechen.

Die Planko-Bio-Net liefert zum Beispiel den passenden und heimischen Brennstoff für jede Hack-schnitzel-Heizung. Mit dem Biomasseheizkraftwerk in Günzburg werden dadurch jährlich 500 000 Liter Heizöl eingespart. Hackschnitzel aus heimischen Wäldern schonen die Umwelt schon wegen der geringen Anfahrtswege.

Energie-Ausweis gibt Auskunft

Die lokale Agenda 21 der Stadt Günzburg setzt auf "erst dämmen - dann heizen". Durch richtige Dämmung kann die meiste Energie und damit auch Kosten eingespart werden. Auch die Einstellung eines jeden Einzelnen ist wichtig. Keiner muss im Winter im T-Shirt im Wohnzimmer sitzen und die Heizung auf 25 Grad Celsius drehen. Die Bezirkskaminkehrerinnung berät unter anderem über den Energie-Ausweis, der beim einem Hausverkauf dringend erforderlich ist. Dieser Ausweis bescheinigt dem Objekt seinen energetischen Zustand, gibt Auskunft über Dach, Fenster und Dämmung.

Anhand von Wärmebildern, die ein Fachbetrieb von jedem Anwesen machen kann, zeigt sich schnell, wo die Wärme ins Freie entweichen kann. Mit der richtigen Dämmung kann dann wieder viel Energie eingespart werden. Bei der Eröffnung der Umweltwoche wurde schnell klar: Unterlassener Klimaschutz kostet Geld. Wenn alle ein wenig umdenken, können auch folgende Generationen noch das Leben auf unserem Planeten Erde genießen.

Bei uns im Internet

Wie kann die Klimarettung zum Erfolg führen? Alle Folgen unserer Serie unter

guenzburger-zeitung.de/klima

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