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Burgau

14.06.2018

Kein Ortsschild: Hier könnte man mit Tempo 100 fahren

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Im Gewerbegebiet Unterknöringen fehlen bislang Ortsschilder. Daher könnte hier theoretisch bis zu Tempo 100 gefahren werden.
Bild: Bernhard Weizenegger

Im Gewerbegebiet Unterknöringen fehlen Schilder. Und zwischen Ober- und Unterknöringen wird für ein kurzes Stück gerne stark beschleunigt.

Michael Smalko (CSU) hat im Burgauer Bauausschuss nicht nur angeregt, nach entsprechenden Bitten von Bürgern, an der Aussegnungshalle auf dem Friedhof Sitzgelegenheiten aufzustellen. Er hat auch darauf hingewiesen, dass es zwischen den Stadtteilen Ober- und Unterknöringen immer wieder zu starken Beschleunigungsmanövern komme, weil dort für ein kurzes Stück kein innerörtlicher Bereich ausgewiesen ist. Die Ortsschilder stehen am Anfang beziehungsweise Ende der beiden Stadtteile.

Deshalb sollte geprüft werden, dort Tempo 70 anzuordnen – oder, wie Dritter Bürgermeister Herbert Blaschke (FDP/FB) vorschlug, gleich alles als innerörtliches Gebiet auszuweisen und somit für Tempo 50 zu sorgen. Die Stadt will das nun prüfen, genauso wie die Situation im noch verhältnismäßig neuen Gewerbegebiet Unterknöringen. Da es dort keine Ortsschilder gibt, könnte theoretisch mit 100 Stundenkilometern gefahren werden, worauf Wilhelm Frielinghaus (CWG) hinwies.

Der Polizei sind jedenfalls weder zur einen noch zur anderen Stelle offizielle Beschwerden bekannt, sagt auf Anfrage unserer Zeitung der stellvertretende Leiter der Inspektion Burgau, Peter Hirsch. Grundsätzlich könnten durch Beschleunigungs- und dann auch entsprechende Überholmanöver gefährliche Situationen entstehen, aber zwischen Ober- und Unterknöringen sei dazu noch nichts aufgefallen. In bebautem Gebiet, also im Gewerbeareal, sei es eigentlich selbstverständlich, sich an innerörtliche Geschwindigkeiten zu halten. Aber ein Ortsschild gehöre dort definitiv hin.

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Tempolimits könnten so oder so nur angeordnet werden, wenn es einen sachlichen Grund gebe, etwa wenn sich Unfälle häufen. Auch sei zu bedenken, dass eine Geschwindigkeitsbegrenzung kontrolliert werden müsse. Interessanterweise hätten die Beschwerden über Lärm im Bereich von Tankstelle und Supermarkt an der Ulmer Straße abgenommen, seit die Polizei dort tankt, aber wegen des anderen Themas sei niemand offiziell an die Beamten herangetreten. Beschwerden über zu schnelle Fahrzeuge im Bereich der Stadtstraße gebe es hingegen, aber dort sei, wie berichtet, eine Lasermessung wegen der Enge der Straße nicht möglich.

Auch Ralf Wetzel, beim Landratsamt zuständig für Verkehrsangelegenheiten, sagt, dass ein Tempolimit ohne einen Sachgrund schwierig sei. Dazu zählen etwa häufige Unfälle oder die Lage der Straße an Schule oder Kindergarten. Wo ein Ortsschild steht, müsse die Kommune nach planungsrechtlicher Grundlage selbst festsetzen, ergänzt Pressesprecher Karl-Heinz Thomann. Der Stadtbaumeister meinte in der Sitzung, dann müsse Burgau ziemlich viel Blech für das Gewerbegebiet kaufen.

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