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Bürgerversammlung

08.11.2017

Kein Swimmingpool an der Schule

In der und um die Grundschule Waldstetten gibt es immer etwas zu verbessern. Neue Fluchttüren wurden eingebaut und die Küche saniert. Jetzt steht die Asphaltierung des Verkehrsübungsplatzes an, danach müssen die Markierungen auf dem Boden erneuert werden. Die Kosten von 70000 bis 80000 Euro trägt der Grundschulverband.
Bild: Irmgard Lorenz

Waldstetten hat ordentlich Geld im Sparstrumpf. Ein Wunsch von Grundschülern bleibt dennoch unerfüllt. Was die Bürger sonst noch bewegt

Von den Grundschülern war verständlicherweise niemand bei der Waldstetter Bürgerversammlung, dennoch kam auch der Wunsch zur Sprache, den sie vor Kurzem bei einem Besuch im Rathaus geäußert hatten. Einen Swimmingpool bei der Schule hätten sie gern, der im Winter dann als Eislauffläche dienen soll. Das berichtete Bürgermeister Michael Kusch, nachdem ein Vater bei der Bürgerversammlung darauf aufmerksam gemacht hatte, dass das Buswartehäuschen für die Schulkinder „klein und knapp“ ist.

Geld wäre da, das wurde den circa 70 Versammlungsbesuchern klar, als der Waldstetter Bürgermeister einen kurzen Überblick über die Finanzen gab. Die Marktgemeinde selber ist schuldenfrei, lediglich über den Abwasserverband Unteres Günztal hat man knapp 54000 Euro Schulden, was umgerechnet auf 1229 Waldstetter Bürger eine ProKopf-Verschuldung von knapp 44 Euro ergibt.

Dem stehen Rücklagen in Höhe von 5,33 Millionen Euro gegenüber. „Ein sehr stolzer Betrag“, sagte Bürgermeister Kusch. Im Vergleich zum Vorjahr sei er „noch einmal deutlich angestiegen“. Trotzdem wird es mit dem Swimmingpool an der Grundschule wohl nichts werden, denn die Marktgemeinderäte seien „Pfennigfuchser“, sagte Kusch im Gespräch mit unserer Zeitung im Anschluss an die Bürgerversammlung mit äußerst zufriedenem Gesichtsausdruck.

Im offiziellen Teil des Abends gab der Bürgermeister schon mal einen Ausblick auf Aufgaben und Ausgaben, die in absehbarer Zeit auf die Marktgemeinde zukommen. Schon in der nächsten Sitzung soll der Bau des Radwegs zwischen Waldstetten und Oxenbronn auf die Tagesordnung kommen, Baubeginn soll im Frühjahr sein, die Zuschussanträge laufen bereits.

Zudem ist die Gemeinde im Gespräch mit der Kirche, weil sie das Baugebiet Am Gehag gern um einen dritten Abschnitt erweitern würde. Platz für Gewerbeansiedlungen zu schaffen, sei „nicht ganz einfach“, sagte Kusch, denn ein Areal an der B16 sei wegen der großen Entfernung in der Erschließung problematisch, Flächen südlich der Kreisstraße GZ6 lägen teilweise im Überschwemmungsgebiet und ein Gewerbegebiet Richtung Oxenbronn würde zusätzlichen Verkehr innerorts bedeuten. „Das Thema wird im nächsten Jahr den Gemeinderat massiv beschäftigen“, kündigte Kusch jedenfalls an.

Was aus dem Schloss wird, dem wohl ältesten Gebäude in Waldstetten, wollte ein Bürger wissen. „Das gehört uns nicht“, sagte der Bürgermeister, es habe Gespräche mit dem Besitzer gegeben. Dieser habe eventuell einen Interessenten, der das Schloss kaufen, renovieren und wieder verkaufen würde.

Eine weitere größere Investition zeichnet sich für die Feuerwehr ab, die Ersatz für ihr 30 Jahre altes Fahrzeug braucht. Auf die Frage eines Bürgers nach dem Feuerwehrbedarfsplan antwortete Kusch im Hinblick auf das Feuerwehrhaus: „Wir sind eine Vorzeigekommune.“

Auch der Friedhof beschäftigte die Waldstetter bei der Bürgerversammlung. Eine Bürgerin bat darum, den Grünabfall rechtzeitig abzufahren, damit im Container wieder Platz ist, wenn die Gräber für Allerheiligen gerichtet werden.

Ein Bürger ärgerte sich über „Abfallglump“ in der Tonne auf dem Friedhof, die für Grablichter und sonstigen bei der Grabpflege anfallenden Müll gedacht ist, keinesfalls aber für „Käspapierla und ganze Windelsäcke“, die laut Kusch unerlaubt ebenfalls in der Tonne landen. Er setzt auf die Einsicht der Abfallsünder und kündigte an: „Notfalls kommt die Tonne weg.“

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