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Konjunktur

19.11.2019

Keine Krise am Arbeitsmarkt

Von einer Krise am Arbeitsmarkt will man bei der Agentur für Arbeit nichts wissen.

Im Landkreis soll es noch mehr Jobs geben

Angesichts der bundesweiten konjunkturellen Eintrübung ist die Zahl der Arbeitslosen auch im Landkreis Günzburg leicht gestiegen. Derzeit sind im Landkreis 1317 Erwerbslose bei der Agentur für Arbeit gemeldet, das entspricht einer Arbeitslosenquote von 1,8 Prozent. Vor einem Jahr lag die Quote noch bei 1,5 Prozent. Deswegen von einer Krise zu reden, sei allerdings abwegig, betonte Werner Möritz, der Leiter der Agentur für Arbeit Donauwörth, im Wirtschafts- und Strukturbeirat des Landkreises.

Denn die leicht gestiegene Zahl der Erwerbslosen sei nach Jahren der „absoluten Hochkonjunktur“ nur eine Seite der Medaille. Mit derzeit 53245 Beschäftigten sei noch immer ein Rekordhoch zu verzeichnen. 2014 waren es im Landkreis noch 6000 Beschäftigte weniger. Die Zahl der Arbeitsverhältnisse werde trotz mancher wirtschaftlicher Probleme weiter zunehmen, prognostizierte Möritz – vor allem durch den Zuzug von Arbeitnehmern aus Ländern der Europäischen Union. Denn noch immer gebe es im Bereich der Arbeitsagentur Donauwörth mehr freie Stellen als Arbeitslose.

Betroffen von Erwerbslosigkeit seien unter anderem Junge, obwohl die Jugendarbeitslosigkeit im Landkreis mit einer Quote von lediglich 1,5 Prozent noch immer deutlich unter dem Bundesdurchschnitt von 4,2 Prozent liege. Gestiegen sei zuletzt die Arbeitslosigkeit auch bei Ausländern und Menschen, die 55 Jahre und älter sind. Um diesen Personenkreis werde sich die Arbeitsagentur verstärkt bemühen, kündigte Möritz an. Nicht zuletzt durch Sprachkurse für die Ausländer.

Wie gut die wirtschaftliche Lage im Landkreis nach wie vor sei, zeige die geringe Zahl der Betriebe, die zuletzt Kurzarbeit angemeldet haben – es sind nur acht mit zusammen 395 Beschäftigten. Dabei sei zu berücksichtigen, dass die Betriebe Kurzarbeit nur angemeldet hätten, betonte Möritz. Ob sie auch umgesetzt wurde, sei unklar. Oft reiche ein einziger größerer Auftrag, um Kurzarbeit dann doch verzichtbar zu machen. (kai)

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