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24.06.2009

Kindergarten-Besuch wird teurer

Günzburg (alk) - Wer sein Kind in Günzburg in eine der städtischen Kindertagesstätten schickt, muss künftig tiefer in die Tasche greifen. Der Stadtrat hat bei seiner Sitzung am Montagabend die Gebühren für die Betreuung zum 1. September um circa vier Prozent erhöht. Die freien Träger in der Großen Kreisstadt übernehmen in der Regel die Gebühren der Stadt.

Nach dem Willen der Verwaltung sollte der Besuch von Kindergärten und -Horten nächstes Jahr um weitere vier Prozent steigen. Doch dagegen regte sich Widerstand. Nach der Beratung im Hauptausschuss am 15. Juni, die nicht öffentlich war, sei die Sitzungsvorlage überarbeitet worden, teilte die Stadtverwaltung am Montagabend im Stadtrat mit. Wichtigste Änderung: Nun ging es lediglich um eine einmalige Erhöhung zum 1. September.

Sprecher aller Fraktionen betonten, dass eine Erhöhung der Gebühren nicht populär sei. Sie sei aber notwendig. Die Verwaltung hatte einige Zahlen vorgelegt, um die Notwendigkeit des Schrittes zu unterstreichen (siehe Infokasten). Letztmals seien die Gebühren zum 1.1.2006 erhöht worden.

"Wir haben bei der Kinderbetreuung in Günzburg die Weichen auf Zukunft gestellt", stellte Oberbürgermeister Gerhard Jauernig ( SPD) fest. In der Stadt werde auf diesem Gebiet eine hervorragende Qualität angeboten, die man nicht pauschal mit anderen Einrichtungen vergleichen könne, so der OB. Man investiere weiter - das koste Geld.

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"Die Qualität unserer Kindertagesstätten wird immer besser. Das bedeutet auch einen höheren Preis", meinte Margit Munk ( CSU). Die Erhöhung mache im Schnitt drei Euro pro Kind und Monat aus. Margit Munk verteidigte die Entscheidung, jetzt nur eine einmalige Erhöhung um vier Prozent zu beschließen. "Bei vielen Familien geht die Angst um. Es gilt, auch die allgemeine wirtschaftliche Lage zu berücksichtigen", so die CSU-Frau.

Kommunen sollen bei Betreuung nicht die alleinige Last tragen

Ihr Vater Ferdinand Munk, Fraktionsvorsitzender des Unabhängigen Wählerblocks (UWB), gab jedoch zu bedenken: "Wir müssen den Eltern sagen, dass unsere Entscheidung nun nicht heißt, dass wir nächstes Jahr nicht erhöhen. Vielmehr können wir aktuell nicht vorhersehen, was auf uns an Tariferhöhungen und Vorschriften zukommt." Günzburg sei ein kinderfreundlicher Landkreis und eine kinderfreundliche Stadt. Man habe auf die Wünsche der Eltern immer reagiert. "Allerdings geht das nicht zum Nulltarif", so Munk.

Siegfried Ranz (SPD) appellierte an die Politiker auf Landes- und Bundesebene, die Kommunen finanziell zu unterstützen und sie bei der Kinderbetreuung nicht die ganze Last tragen zu lassen.

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