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Einweihung

17.04.2015

Kindergarten: Nur die Mauern blieben stehen

Diözesanbischof Konrad Zdarsa hatte Spaß bei der Einweihung.
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Diözesanbischof Konrad Zdarsa hatte Spaß bei der Einweihung.
Bild: Gertrud Adlassnig

Das Kinderhaus Jettingen-Scheppach ist umgebaut worden. Dafür wurde viel Geld investiert. Jetzt kam Diözesanbischof Konrad Zdarsa zu Besuch.

Helfer schleppten Kartons, andere wischten noch ein letztes Mal den Weg sauber, den wenige Minuten später Diözesanbischof Konrad Zdarsa entlang gehen sollte. Es herrschte große Betriebsamkeit im Kinderhaus St. Martin in Jettingen-Scheppach bei der Einweihung des Hauses in Trägerschaft der katholischen Kirchenstiftung. Der einstige Kindergarten St. Martin hatte sich in den 40 Jahren seit seinem Bestehen in eine Einrichtung mit breitem Angebot verwandelt: Ein Kinderhort und ein Anbau mit einer Kinderkrippe machen aus dem Kindergarten ein Kinderhaus mit sechs Gruppen.

Eigentlich blieben nur die Mauern stehen, stellte Kirchenpfleger Karl Ewald fest. Mindestens 1,35 Millionen Euro wird das Projekt kosten. Davon, sagte Bürgermeister Hans Reichhart, übernehme die öffentliche Hand 1,1 Millionen, die aber nicht allein die Kommune aufbringe. Die Regierung wird 42 Prozent des öffentlichen Anteils übernehmen. Den Rest trägt die Kirchenstiftung, die über die Diözese refinanziert wird.

Während der sechseinhalb Monate Bauzeit wurden täglich 8000 Euro verbaut. Weder Architekt Gerhard Glogger noch Kirchenpfleger Ewald verschwiegen, dass die Sanierung auch für Spannungen gesorgt hatten, sich die Beteiligten aber immer auf Lösungen einigen konnten.

Der wichtigste Gast des Tages, der von Pfarrer Franz Wespel eingeladene Diözesanbischof, erwies sich als freundlicher und liebevoller älterer Herr, dem sich die Kinder unbefangen näherten. Das Willkommensgedicht nahm er dankend entgegen und auf seinem Weg in den großen Saal schüttelte er so manchem Kind die Hand – und strich ihm nicht wie vielleicht erwartet über den Kopf. Eine Geste, die sich aus der Ansprache des Bischofs erklärte, in der er Kinder als voll entwickelte Menschen würdigte, so wie es auch Jesus getan habe. Die Kinder und ihre Kinderstätten lägen der Diözese und den Dekanaten am Herzen. Kindererziehung, die auch Herzensbildung sei, sei eine gemeinschaftliche Aufgabe der Eltern und der Kindergärten, keiner könne es alleine schaffen. Zdarsa machte es sichtlich Spaß, mit den Kindern zu singen, zu klatschen und Erinnerungsfotos machen zu lassen. adl

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