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20.10.2010

Kinderwagen mit sechs Mäuschen

Neuestes Kind im katholischen Kinderhaus St. Anna ist die Kinderkrippe, die Anfang Oktober in Bubesheim in Betrieb ging. Bürgermeister Walter Sauter (von links), Susanne Kukuk, Kinderhausleiterin Sigrid Reile, Krippenerzieherin Tanja Schmid und die Jüngsten in der Mäusegruppe freuen sich über den gelungenen Start. Foto: Sandra Kraus
Bild: Sandra Kraus

Bubesheim Ganz still und leise, wie kleine Mäuschen eben sind, ging im katholischen Kinderhaus St. Anna in Bubesheim die "Mäusegruppe" mit ihren bis jetzt fünf Krippenkindern in Betrieb. Zwei Mädchen und drei Buben - die Jüngste knapp ein Jahr alt, der Älteste fast drei - werden hier betreut. Für maximal zwölf "Mäuslein" bietet der Nordostflügel der neu gebauten Kindertagesstätte Platz.

Ab acht Monaten

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"Wir nehmen Kinder ab acht Monaten auf, der Übergang der Dreijährigen in die beiden Kindergartengruppen wird fließend sein", ist Kinderhausleiterin Sigrid Reile stolz auf das neue Angebot. Selbstverständlich gelten für die Jüngsten die gleichen Öffnungszeiten: von Montag bis Donnerstag von 7.30 bis 16.30 Uhr und freitags bis 13.30 Uhr. Momentan haben die Bubesheimer Krippeneltern bis maximal 13 Uhr gebucht, zwei weitere Kinder sind schon angemeldet.

Die Eingewöhnungszeit für die allerersten Bubesheimer Krippenkinder verlief gut. "Die freuen sich richtig, wenn sie morgens gebracht werden", ist Erzieherin Tanja Schmid froh über den guten Start. Optimale Bedingungen schaffen auch die Räumlichkeiten. Die Gemeinde baute mit Architekt Martin Brenner zukunftsweisend und bis in das letzte Detail kindgerecht. Im Stil gleicht der Krippenbereich den Kindergartenräumen, aber eben alles noch eine Nummer kleiner und an die Körpergröße und Bedürfnisse von Kleinkindern angepasst.

Kinderwagen mit sechs Mäuschen

Die Mäusegruppe hat eine eigene Küchenzeile, mit Podesten für stets willkommene Helfer, einen Esstisch, eine Mal- und Wasserecke, viele Tische mit Hockern und Stühlen und eine Erlebniswelt mit niedrigen Treppenstufen, Netz und Kuschelmöglichkeit. Im Nebenraum laden gemütliche Matratzen und Alkoven-Betten wie aus dem Märchenbuch zum Träumen ein. Unbedingt notwendig in einer Kinderkrippe ist ein Sanitärbereich mit Wickelplatz und vielen Schubladen, für die von den Eltern mitzubringenden Windeln und Pflegemittel. Wobei die "Mäuslein" aber auch eine Mini-Toilette oder ein Töpfchen mit Spülung benutzen können. Waschbecken in Bodennähe, schließlich sind die "Mäusekinder" noch lange keinen Meter groß, Spiegel und Badewanne ermöglichen Körperpflege mit Spaß.

Bald fertig ist der eigene Gartenbereich, dann kommt der Krippen-Roller aus der Garage. Bürgermeister Walter Sauter hat seinen Lieblingsplatz auch schon gefunden: "Wenn ich klein wäre, würde ich aus dem Hängesitz nicht mehr rausgehen." Betreut werden die Kinder von Erzieherin Tanja Schmid, die in St. Anna bisher in der Bärengruppe arbeitete und dort jetzt noch am Nachmittag hinüberwechselt, und von der Teilzeit-Erzieherin Susanne Kukuk, die in Bubesheim im Status einer Kinderpflegerin angestellt ist. "In der Krippe ist viel mehr Zusammenarbeit mit den Eltern erforderlich. Gleich zu Beginn haben wir einen Fragebogen verteilt und die Vorlieben des Kindes, wie man es am besten tröstet oder wie es einschläft, erfragt", macht Sigrid Reile einen großen Unterschied zu den Kindergartenkindern aus.

Noch lange keine Normalität

Fünf Wochen nach dem Einzug in das neue Haus, jetzt die Eröffnung einer neuen Gruppe, da ist noch lange keine Normalität in Sicht. Immer wieder sind noch Handwerker da. Trotz aller Zusatzarbeit sind sich Sigrid Reile und Bürgermeister Sauter mit den Eltern einig: "Wir haben hier ein super Kinderhaus." Für positives Aufsehen in Bubesheim sorgte die Mäusegruppe bei ihren ersten Ausflügen. Einen Kinderwagen mit sechs Sitzplätzen hatte bis dahin nämlich noch niemand durch Bubesheim geschoben.

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