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Gestaltung

21.09.2018

Kissendorf soll grüner werden

Optisch und ökologisch sinnvoll sollen die neuen Grünstreifen an der neuausgebauten Kreuzung in Kissendorf gestaltet werden. Die Kosten für die Anpflanzung von Kartoffelrosen (Grünstreifen links im Bild) und einem Baum mit Blumenwiese (rechts) würde die Gemeinde übernehmen. <b>Foto: Sandra Kraus </b>
Bild: Sandra Kraus

Was der Gemeinderat an der neuen Kreuzung plant und wie es mit der Mehrzweckhalle weitergeht

Bibertal Wie es weitergeht mit dem maroden Hallendach der Mehrzweckhalle Kissendorf, hängt zuallererst vom Brandschutzgutachten und seinen Vorgaben ab. Wie berichtet, musste die Mehrzweckhalle Ende Juli von einem Tag auf den anderen gesperrt werden. Statiker kamen zu dem Ergebnis, dass „ein Einsturz der Konstruktion nicht ausgeschlossen werden kann“. So steht es im Beschlussvorschlag zur Gemeinderatssitzung in Bibertal. Bürgermeister Oliver Preußner sagte: „Wir werden alles dafür tun, um die Halle schnell wieder freigeben zu können. Doch im Moment können wir noch keine Lösung bieten.“

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Architekt Joachim Wolf aus Bibertal bestätigte: „Die Brandschutzplanung ist die Mutter aller Planungen. Wir müssen abwarten.“ Im nicht-öffentlichen Teil sollte die Vergabe der Brandschutzplanung an ein Ingenieurbüro beschlossen werden, ließ Preußner verlauten. Es ist ein wichtiger erster Schritt für die vielen Nutzer der Halle, die laut Bürgermeister Preußner alle eine Ausweichmöglichkeit gefunden haben.

Sanierungsbedarf sieht Architekt Wolf nicht nur bei Dach und Decke, sondern auch bei den elektrischen Installationen, bei Heizung und Lüftung. „Ein positiver Nebeneffekt der Dachsanierung könnte eine bessere Raumakustik sein“, betont Preußner. Er spricht von Fördermitteln in Höhe von 40 bis 50 Prozent für die gesamte Maßnahme. Gemeinderat Fritz Deutschenbaur wünschte sich, dass nicht nur in Richtung Sanierung geplant werde, sondern parallel die Kosten für einen Neubau ermittelt werden. Äußerst vage stellte Architekt Wolf einen Baubeginn im Frühjahr in Aussicht, um dann ganz konkret zu sagen: „Eine Zeitplanung zum jetzigen Zeitpunkt ist nicht möglich.“

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Geduld dürfte gefragt sein. Diese war auch auf den Straßen Bibertals in den letzten Wochen angesagt. „Die Straßensperrung zwischen Kissendorf und Bühl trifft uns mitten ins Herz“, befand Preußner. Doch Anfang nächster Woche solle der Verkehr auf der Kreisstraße 23 wieder ungehindert fließen können. Das wurde Preußner von der ausführenden Firma in Aussicht gestellt, die damit früher als geplant fertig werden würde. Preußner ging auch auf die Meinung von vielen Bürgern ein, die die Kompletterneuerung des Fahrbahnaufbaus als unnötig befunden hatten. Er sagte: „Dafür haben wir jetzt 60 Jahre Ruhe und eine neue Straße, die uns nichts gekostet hat.“

Kurz vor der offiziellen Einweihung steht die umgebaute Einmündung der Friedenstraße in die Neu- Ulmer Straße in der Dorfmitte von Kissendorf.

Die Grünbereiche möchte Bibertal optisch schöner und insektenfreundlicher gestalten. Das Straßenbauamt hätte eine einfache Grünfläche angesät. Bürgermeister Oliver Preußner hatte zur Sitzung schon erfahren, was die Fachleute des Landratsamtes empfehlen würde. „Entlang des Gehwegs eine pflegeleichte und robuste Hecke aus Kartoffelrosen und auf der zentralen Fläche wurde eine Kaiserlinde inmitten einer Wildblumenwiese empfohlen.“ Entschieden wurde am Ratstisch noch nichts. Preußner rechnet für das zusätzlich Grün mit Kosten in Höhe von 7000 Euro bis 10000 Euro. Fritz Deutschenbaur schlug anstelle der Kaiserlinde eine Elsbeere vor, eine seltene Laubbaumart, die 2011 Baum des Jahres war. Für Manfred Kammerer war wichtig, dass das Wurzelwerk des Baums nicht den Asphalt beschädige und vielleicht nicht zu groß wachsen würde.

Entschieden wurde schließlich dann doch noch etwas. In der Hauptstraße in Bühl wird die durch einen Abriss entstandene Baulücke mit einem Einfamilienhaus mit Stellplätzen gefüllt und die Straße im neuen Baugebiet in Kissendorf wird als Ortsstraße den klingenden Namen „Zum Rosenberg“ tragen. Von der erst kürzlich von fünf Prozent auf zehn Prozent angepassten Zuschusshöhe für Vereine profitiert nach einstimmigem Beschluss auch der Schützenverein Edelweiß Bühl. Das Dach wurde erst im Sommer saniert, der Zuschussantrag im November 2017 gestellt und damit noch mit 5 Prozent Zuschuss bewilligt.

Die Gemeinde gibt jetzt rund 1900 Euro Zuschuss. Drei Gegenstimmen gab es dagegen für den Antrag der Kirchenverwaltung. Für rund 14000 Euro muss der Sockel der Kirche in Ettlishofen saniert werden, die Mehrheit stimmte für einen 10-prozentigen Zuschuss.

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