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Konzert

27.03.2015

Klassiker, neu aufgelegt

Vor 26 Jahren spielten Holly und Barry Tashian (am Bass und an der Lead-Gitarre, Mitte) zum ersten Mal in Kötz. Diesmal brachten sie von links) Al Cantrell, Emily Cantrell und Al Goll mit.
Bild: Eberhard Finke

Barry und Holly Tashian erneuern ihre Country-Freundschaft mit Kötz

Countryfreundschaften halten lang: Schon vor 26 Jahren war das Singer-Songwriter-Ehepaar Tashian aus Nashville, Tennessee beim Festival in Kötz zu Gast und seitdem einige Male mehr. Umso größer war jetzt die Freude, als sie wieder einmal in der Gegend aufspielen konnten. Diesmal kamen sie zu fünft und sie nannten sich „The Eclectic Five“, womit sie andeuteten, dass sie einen bunten Mix aus verschiedenen Musikrichtungen anbieten, aus Old Time, Bluegrass, Pop, Country, Swing und Blues. Geeint wurden diese Elemente durch höchste Musikalität und viel Liebe zu (fast) allen Spielarten populärer Musik. Eingeladen hatte die Volkshochschule Günzburg, die mit Unterstützung der Country & Western Friends Kötz einen äußerst abwechslungsreichen Musikabend präsentierte.

Besonders Barry Tashian an der Lead-Guitar ist ein Veteran der Szene, hat schon mit Gram Parsons und Emmylou Harris gespielt, seit einigen Jahren tritt er bevorzugt mit seiner Frau Holly am Kontrabass als Duo auf. Jetzt hatten sie das Ehepaar Emily mit Gitarre und Al Cantrell mit Geige sowie Al Goll mit seiner Resophonic Guitar dabei. Barry und die beiden Frauen sangen die meisten Lieder im Alleingang, beeindruckten mit energischem Gesang und ließen die Instrumentalisten brillieren. Al Cantrell arbeitete auf seiner Geige den unterschiedlichen Klang der wechselnden Stile sauber heraus, viele Besucher sahen zum ersten Mal in den Händen von Al Goll ein Dobro, das man als Variante der Hawaiigitarre ansehen kann und das stilsicher kraftvoll im „Steel Guitar Rag“ und lyrisch in „Aloha Oe“ erscheint.

„Mr. Sandman“ von den Chordettes und „I don’t care if the sun don’t shine“ von Elvis Presley, beide Lieder etwa 60 Jahre alt, dürften weithin bekannt sein. Die Band verstand es, sie mit ihrer kraftvollen Interpretation zu aktualisieren. Das Schönste war aber doch wohl der für die frühe Country Music charakteristische zwei- oder dreistimmige Gesang, wo die Stimmen wunderbar harmonierten und sich zu geradezu himmlischen emporschwangen, wie es zu einem Pfarrzentrum passt. Das zeigt sich in Liedern wie „The angels rejoiced last night“, wo sogar die Engel mitfeiern.

Die nächste Veranstaltung der Country- und Western Friends Kötz ist das Jubiläumskonzert mit CD-Taufe von Zydeco Annie & The Swamp Cats, das am Samstag, 18. April im Pfleghofsaal Langenau stattfindet. (zg)

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