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Naherholung

25.02.2015

Kleine Schritte

Eine wassergebundene Decke muss reichen, das hat der Bauausschuss beschlossen. Die Wege im Ichenhauser Hindenburgpark zu pflastern oder zu asphaltieren, so wie es ein Bürger bei der Bürgerversammlung beantragt hatte, ist den Räten zu teuer.
Bild: Lorenz

Ein Ausbau der Fußwege im Hindenburgpark ist der Stadt Ichenhausen zu teuer. Verbessert wird trotzdem etwas

„Die Wege sind nicht ganz schlecht.“ Das sagt Ichenhausens Stadtbaumeister Gerhard Hruby über den Zustand der meist geschotterten oder mit Splitt bestreuten Fußwege im Hindenburgpark. Für Menschen mit Kinderwagen, Rollator oder Rollstuhl allerdings sind solche Beläge nicht ideal, weshalb bei der Bürgerversammlung ein Bürger auf geteerte Wege im Stadtpark Krumbach hingewiesen und beantragt hat, die Fußwege im Hindenburgpark auszubauen. Der Wunsch ist nicht ganz neu. Erfüllen will ihn die Stadt Ichenhausen aber nicht.

Allein eine Pflasterung der Verbindung zwischen Parkweg und Festplatz würde für das 250 Meter lange Wegstück bei einer Ausbaubreite von 1,50 Meter rund 51000 Euro kosten, sagte der Stadtbaumeister den Mitgliedern des Bauausschusses. Auch die Kosten für den öfters gewünschten Parallelweg zwischen AWO-Altenheim und Bundesstraße 16 seien mit rund 15000 Euro „nicht ganz von Pappe“, sagte Bürgermeister Robert Strobel. Für das Pflastern des SCI-Parkplatzes würden rund 290000 Euro fällig – „nur, dass man das mal gehört hat“, lautete dazu Strobels Kommentar. Weitere Überlegungen hinsichtlich einer Befestigung des Parkplatzes erübrigen sich da für den Bürgermeister.

Auch wenn im Bauausschuss niemand dafür plädieren wollte, solche Summen in eine Pflasterung von Wegen im Hindenburgpark zu stecken – gegen Verbesserungen hatte kein Bauausschussmitglied etwas. Allerdings plädierten die Räte für wassergebundene Decken wie beispielsweise im Friedhof. So käme man mit „deutlich niedrigeren Preisen“ aus, sagte Bürgermeister Strobel und nannte als Beispiel die 250 Meter lange Verbindung vom Parkweg zum Festplatz, die dann statt für 51000 Euro (Pflaster) für 6000 Euro auf Vordermann gebracht werden könnte. Handlungsbedarf sah man auch beim Fußweg von der Josef-Weltle-Straße zum Seerosenweiher, der zugewuchert und kaum mehr als nur noch ein Trampelpfad ist. Wenn die Wege gerichtet sind, will der Bauausschuss auch über Vorschläge der Quartiersmanagerin und Stadtjugendpflegerin Jasmin Mailänder nachdenken. Sie hatte auf Wunsch von Bürgermeister Strobel etliche Ideen vorgebracht, um den Hindenburgpark für Naherholung suchende Menschen attraktiver zu machen. Barfußpfad, Kräutergarten, Spielplatz, Rosenbogen, Terrassenpflanzung, Niederseilgarten, so lauteten die Vorschläge von Jasmin Mailänder.

Georg Abt (SPD) mahnte hier wie auch beim Ausbau von Wegen im Hindenburgpark eine „gewisse Sensibilität“ an, damit der Parkcharakter des kleinen Naherholungsgebiets nicht verspielt wird. Diese Sensibilität sicherte ihm der Bürgermeister zu. Man werde nur einen der Vorschläge realisieren und zuvor den Hindenburgpark genau anschauen, sagte Strobel. Und er verriet auch schon, was sein Favorit wäre: ein kleiner Niederseilgarten. (ilor)

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