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06.10.2009

Kleinere Brötchen in Offingen

Offingen Bei der Gemeinderatssitzung am Montagabend kam es ans Licht: Die Marktgemeinde Offingen sitzt nicht auf einer Insel der Seligen. Zumindest nicht, wenn es um die Gemeindefinanzen von heute und morgen geht.

Offingen wird also demnächst kleinere Brötchen backen müssen. Statt der angenommenen 1,245 Millionen Euro kommen nun etwa 390 000 Euro weniger von den Gewerbesteuerzahlern in die Kassen. Das macht ein Minus von 31 Prozent aus.

Griff in die Kasse

Das Thema "Entwicklung der Gewerbesteuer - aktuelle Haushaltssituation" lenkte die Aufmerksamkeit auf die wirtschaftliche Lage der Gemeinde mit 4400 Einwohnern. Noch beim Aufstellen des Haushaltsplans anfang März 2009 war die Lage offenbar weniger angespannt. Die Offinger zimmerten ein Finanzwerk von 8,4 Millionen Euro für das Jahr 2009. Davon gehörten allein 2,633 Millionen Euro in den Vermögenshaushalt.

Kleinere Brötchen in Offingen

Damals war angedacht, etliche Wünsche mit einem Griff in die 1,24 Millionen Euro schwere Gewerbesteuerkasse zu finanzieren.

Ein halbes Jahr später sieht es nun eher nach Finanzklemme aus. Bürgermeister Thomas Wörz (SPD) wollte den Einbruch der Gewerbesteuer dennoch nicht überbewerten.

Er stimmte kein Klagelied an, hatte wohl auch das Polster der Rücklagen im Blick und freute sich über das immer noch leere Schuldenkonto.

Wörz zählte die heuer noch gar nicht begonnenen, im Investitionsprogramm vorgesehenen Bauprojekte auf. Dazu gehörte die Verlegung des Flachbrunnens an der Remsharter Straße für etwa 200 000 Euro oder der Kanal und die Straße im neuen Baugebiet Schnuttenbach für etwa 170 000 Euro. Außerdem: Straßenlampen für 35 000 Euro und ein Wanderweg. Summiert und ergänzt um kleinere Beschaffungen sind es 444 000 Euro für jetzt auf Eis gelegte Maßnahmen.

Bürgermeister sieht keine Probleme

"Im Haushalt 2009 sehe ich keine akuten Probleme", beruhigte Wörz die Dritte Bürgermeisterin Maria-Luise Eberle (CSU), als sie dem Sitzungsleiter und ihren Kollegen einschärfte: "Nicht auf die leichte Schulter nehmen, wir müssen nächstes Jahr wirklich sparen. Das Loch im Gewerbesteuersack wird 2010 größer ausfallen", warnte die Kaufmännische Angestellte.

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