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Migration

21.11.2019

Knapp 18.000 Ausländer leben im Landkreis Günzburg

Die stärkste Ausländergruppe im Landkreis sind Türken.
Foto: Silvio Wyszengrad (Symbolbild)

Die Hälfte davon stammt aus Ländern der EU. Doch die stärkste Ausländergruppe stellen nach wie vor Menschen mit einem bestimmten Pass.

Weitere Flüchtlinge kommen im Landkreis kaum noch an. Auch die Zahl der unbegleiteten Jugendlichen aus Kriegs- und Krisengebieten hat stark abgenommen. Derzeit sei für sie nur noch eine Unterkunft im Günzburger Stadtteil Deffingen notwendig, erklärte Jugendamtsleiterin Antonia Wieland im Jugendhilfeausschuss. Die übrigen Einrichtungen konnten geschlossen werden. Auf der anderen Seite: Im Landkreis leben derzeit knapp 18.000 Ausländer. Viele von ihnen sind Neuankömmlinge. Sie bedürfen in vielfältiger Weise der Unterstützung, sagte Ramona Beck, die Bildungskoordinatorin für Neuzugewanderte, im Ausschuss. Ende Juni 2017 lebten etwa 15.300 Ausländer im Landkreis, Mitte dieses Jahres waren es nach Angaben von Ramona Beck 17.760.

Die Hälfte von ihnen stammt aus Ländern der Europäischen Union, besonders stark zugenommen hat der Zuzug aus Rumänien. Die nach wie vor stärkste Ausländergruppe stellen Menschen mit türkischem Pass, ihre Zahl ist zuletzt aber leicht auf 4500 zurückgegangen. Unter den Fluchtländern sei nur noch Syrien unter den Top 10 der ausländischen Staatsbürgerschaften vertreten, fasste Ramona Beck zusammen. „Migration findet unabhängig von Fluchtländern statt.“

Ausländer tun sich, egal aus welchem Land sie stammen, im deutschen Alltag häufig schwer. Ihnen stünden zahlreiche Beratungsstellen und andere Hilfsangebote im Landkreis zur Verfügung, darunter Sprachkurse oder der jüngst eingeführte Bildungs- und Beratungspass. Besonders wichtig sei die Förderung von Kindern und Jugendlichen, betonte Beck.

In den Krippen und Kindergärten im Landkreis haben 1071 von 3249 Kindern einen Migrationshintergrund. An den Grundschulen sind derzeit 1203 von 3039 Kindern ausländischer Herkunft, an den Mittelschulen hat mit 964 Kindern und Jugendlichen fast die Hälfte der Schüler einen Migrationshintergrund. Neben den Themen „Frühkindliche und schulische Bildung“ sind nach Angaben von Beck auch die Projekte „Übertritt Schule-Beruf“ beziehungsweise „Frauenintegration“ ins Leben gerufen worden. (kai)

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