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Gemeinderat

21.01.2020

Kötz peilt ein Verkehrskonzept an

Ausgebremst: Tempo 30 nicht nur auf der Wettenhauser Straße, sondern im ganzen Ortsteil forderten Ebersbacher Gemeinderäte in einem Antrag. Dieser wurde aber zurückgezogen. Der Gemeinderat von Kötz hat stattdessen beschlossen, ein Verkehrskonzept für alle drei Ortsteile erarbeiten zu lassen.
Foto: Bernhard Weizenegger

Tempo 30 in Ebersbach kommt vorerst nicht. Fachmann soll Ortsteile begutachten

Ob es an der bevorstehenden Kommunalwahl liegt oder an den Themen? Knapp ein Dutzend interessierter Bürger hat jedenfalls die erste öffentliche Gemeinderatssitzung in diesem Jahr aufmerksam verfolgt. Die Tagesordnung war kurz, aber interessant: Glasfaserarbeiten, der Neubau des Bauhofs (siehe eigene Berichte) und der Antrag für eine Tempo-30-Zone im Ortsteil Ebersbach standen auf der Agenda.

Es war ein bisschen wie bei den Bürgerversammlungen, denn auch da sind die Ebersbacher, gemessen an der Einwohnerzahl, immer besonders gut vertreten. Sechs Bürger des kleinsten Kötzer Ortsteil waren auch nach Großkötz ins Rathaus gekommen, um zu sehen was aus dem Antrag der drei Ebersbacher Gemeinderatsmitglieder auf Ausweisung einer Tempo-30-Zone in Ebersbach wird.

Im ganzen Ortsteil solle künftig nicht mehr schneller als 30 Stundenkilometer gefahren werden, zum Schutz der Kinder auf dem Gehweg sollten an der Durchfahrtsstraße Wettenhauser Straße Poller gesetzt werden, hieß es im Antrag. Außerdem hatten die drei Ebersbacher Gemeinderäte beantragt, dass Busse und Lastwagen nicht mehr über die Kleinkötzer Straße nach Kleinkötz fahren dürfen, auch für den Schulbus solle es keine Ausnahme geben.

Diskutiert wurde das alles dann aber doch nicht. Kurz vor der Gemeinderatssitzung habe Thomas Wöhrle erklärt, dass im Vorfeld manches nicht bekannt gewesen und der Antrag so nicht umsetzbar sei, sagte der Stellvertretende Bürgermeister Reinhard Uhl der Günzburger Zeitung.

Der Vorschlag, einen Verkehrsplaner zu engagieren, der nicht nur Ebersbach, sondern auch Großkötz und Kleinkötz unter anderem hinsichtlich Sicherheit und Entlastung für die Bürger unter die Lupe nimmt, stieß dann auf offene Ohren. Einstimmig beschlossen die Gemeinderäte, einen Fachmann einzuschalten, der längerfristig ein Verkehrskonzept für alle drei Ortsteile erarbeiten soll.

Unter dem Punkt Verschiedenes, Wünsche und Anträge kamen noch das geplante Gaskraftwerk in Leip-heim und ein Biberbau am Kleinkötzer Ölgraben zur Sprache.

Reinhard Uhl informierte die Räte, dass für den Anschluss des in Leipheim geplanten Gaskraftwerks eine Anbindung an die 380 kV-Leitung bei Schneckenhofen/Bubesheim vorgesehen ist. Die Planunterlagen dafür liegen im Kötzer Rathaus aus und können zu den Öffnungszeiten eingesehen werden. Im Jahr 2018 hatte die Gemeinde Kötz bei der Anhörung als Träger öffentlicher Belange dazu keine Einwände geäußert.

Am Ölgraben zwischen Großkötz und Kleinkötz ist wieder ein Biber aktiv. Gemeinderat Thomas Wöhrle wies auf den Biberbau hin, den die Gemeinde entfernen will – in der Hoffnung, dem Biber damit zu vertreiben. Biber stehen unter Artenschutz. Sie dürfen nicht gefangen, verletzt oder getötet werden. Aber vielleicht helfen den Kötzern ja Hartnäckigkeit und das St.-Florians-Prinzip?

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