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Leipheim

09.11.2017

Kontrolleure fanden Hygienemangel bei Wback: Produktion stand still

In der Leipheimer Großbäckerei Wback werden täglich tausende Softbrötchen für die Burger-Produktion gefertigt.
Bild: Karl-Josef Hildenbrand/dpa (Symbolbild)

Entgegen der Auskunft des Produktionsgeschäftsführers war der Fund keine „Trivialität“. Was genau beanstandet wurde.

Das, was die Kontrolleure der bayerischen „Task Force Lebensmittelsicherheit“ am Dienstag bei der Leipheimer Großbäckerei Wback vorfanden, war für sie keine „Trivialität“. Als solche hatte Produktionsgeschäftsführer Uwe Bretschneider, wie gemeldet, die Ergebnisse der unangemeldeten Kontrolle in dem Betrieb bezeichnet. Nach Auskunft von Dr. Franz Schmid, der beim Landratsamt Günzburg unter anderem für den Verbraucherschutz zuständig ist, wurden während der Produktion Mängel in der Betriebshygiene festgestellt.

Der Mangel, so Schmid, betraf einen Teil der Wassersprühanlage, die zur Oberflächenbehandlung der Teiglinge notwendig ist. Die Kontrolleure fanden, dass hier die Reinigungsmaßnahmen des Betriebs nicht ausreichend durchgeführt worden waren. In der Folge waren Hefe-Mehl-Beläge entstanden. Dies in unmittelbarer Nachbarschaft des Teiglingförderbandes wurde als „nicht tolerierbar“ in der Produktionshygiene eingestuft und führte zu den weiteren Maßnahmen: Produktionsstopp und Reinigung des betroffenen Bereichs.

Nach Begutachtung des Reinigungserfolgs konnte die Produktion im Verlauf der Kontrolle laut Schmid nach circa zwei Stunden wieder aufgenommen werden. Die Kontrolleure beanstandeten einen „gravierenden Hygienemangel“, weil das Risiko einer nachteiligen Beeinflussung für die an dieser Stelle vorbeigeführten Teiglinge bestand. Aus hygienischer Sicht entsprach der Zustand nicht dem guten Herstellungsbrauch in der Lebensmittelindustrie. Eine direkte Gefährdung für den Verbraucher bestand nicht.

Insgesamt waren acht Personen am Dienstag, nach Angaben des Sachgebietsleiters, „fünf bis sechs Stunden“ vor Ort: Fünf Experten der Spezialeinheit Lebensmittelsicherheit, die zum Landesamt für Gesundheit und Lebensmittelsicherheit (LGL) gehört, ein Vertreter der Regierung von Schwaben, sowie ein Lebensmittelkontrolleur des Landratsamtes und Schmid selbst. Der eine Teil des Teams prüfte bei dieser „Vollkontrolle“ beispielsweise den Zustand der Geräte und die Räumlichkeiten. Der andere Teil analysierte die Dokumentation der Großbäckerei. Die überraschende Kontrolle war nicht die Folge eines Hinweises an das LGL, sondern eine geplante „Regelbegehung“, da Großbäckereien dieses Jahr auch vom Landesamt für Gesundheit und Lebensmittelsicherheit überprüft werden.

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