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Typisierung

24.01.2020

Krebskranker Emin: Jetzt kann die Behandlung beginnen

Gleich drei potentielle Stammzellenspender konnten für den zehnjährigen Emin aus Krumbach (hier mit seiner Mama Michaela Cammerata) gefunden werden. Eine absolute Ausnahme. Mit einer Stammzellentherapie besteht die Chance, Emins Lymphdrüsenkrebs zu heilen.
Bild: Rebekka Jakob (Archiv)

Der kleine Emin aus Krumbach hat mithilfe einer Typisierungsaktion drei Stammzellenspender gefunden. Jetzt soll seine lebensrettende Behandlung endlich los gehen.

Die Freude war riesig Ende des vergangenen Jahres: Für den kleinen Emin aus Krumbach ist mithilfe einer Typisierungsaktion in Günzburg nicht nur ein, sondern sogar drei Stammzellenspender gefunden worden (Krebskranker Emin erlebt ein Weihnachtswunder).

Im Januar sollte die lebensrettende Behandlung gegen den Lymphdrüsenkrebs eigentlich losgehen. Doch der Start hatte sich verzögert.

Starke Nebenwirkungen

Sylvia-Maria Braunwarth, die Koordinatorin des Kinder- und Jugendhospizdienstes der Malteser, hält seit langem engen Kontakt zu Emins Familie und kennt die Gründe: „Leider musste die Stammzelltransplantation bis jetzt um zwei Wochen verschoben werden“, erklärt Braunwarth. Zunächst verschob sich der Start um eine Woche, da Emin starke Nebenwirkungen der bisherigen Therapie bekommen habe.

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Eine zweite Woche verstrich, weil aufgrund vieler unvorhergesehener Notfälle in der Kinderklinik noch nicht alle vorbereitenden Untersuchungen bei Emin gemacht werden konnten. „Eine nervliche Anspannung für alle“, schildert Braunwarth. Doch jetzt soll es endlich klappen und Emin die dringend notwendige Stammzellenspende bekommen. „Wenn es nun so bleibt, wie geplant, dann wird die Transplantation am kommenden Dienstag beginnen“, sagt die Koordinatorin.

Die Zeit drängt

Denn die Zeit drängt: „Der Krebs ist nach wie vor sehr hartnäckig und aggressiv.“ Nachdem Emin bereits eine Chemotherapie sowie eine Therapie mit eigenen Stammzellen hinter sich hat, die beide den Krebs nicht besiegen konnten, sei diesmal auch die Anspannung der Ärzte sehr deutlich spürbar. „Sie besprechen und verwerfen das Vorgehen und planen neu und bereiten die Eltern auf alle möglichen Eventualitäten vor.“ (rjk)

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