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Kreisliga West

01.10.2018

Kreisliga West: Alles klar an der Spitze, Mindelzell überrascht

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Reisensburgs Kapitän Patrick Hermann (in rot) kann’s nicht fassen: Kurz nach Beginn der zweiten Halbzeit musste sich die in dieser Saison so starke Defensive seines Vereins dann doch geschlagen geben. Die Mindelzeller (in orange) hielten das 1:0 bis zum Abpfiff.
Bild: Ernst Mayer

Günzburg und Ziemetshausen setzen sich in der Kreisliga West ab, weil Reisensburg überraschend gegen Mindelzell verliert. Der SVM gibt durch den Sieg die rote Laterne ab.

SG Reisensburg-Leinheim - SV Mindelzell 0:1 (0:0)

Die SG wollte reagieren, sah sich aber einer defensiv gut organisierten Elf gegenüber, die es ihrerseits verstand, immer wieder Nadelstiche zu setzen. Die klareren Möglichkeiten besaß Mindelzell. So etwa nach 38 Minuten, als nach einem schön vorgetragenen Konter über rechts Philipp Miller die hereinsegelnde Flanke per Kopf nur Zentimeter am Kasten vorbeisetzte. Und auch der gedankenschnelle Abschluss von Manuel Baur nach einem Fehler im Aufbauspiel der Reisensburger verfehlte sein Ziel nur knapp. So konnte die SG von Glück sagen, dass es zur Pause noch 0:0 stand.

Die zweiten 45 Minuten mussten die Hausherren dann nur noch zu zehnt absolvieren. Tobias Lindemayr hatte praktisch mit dem Pausenpfiff die zweite Gelbe Karte gesehen. Und es kam noch schlimmer für die Heimelf. Nach einer Flanke konnten die Reisensburger den Ball nicht aus der Gefahrenzone bugsieren und Mustafa Birinci erzielte per Fallrückzieher den verdienten und umjubelten 1:0-Führungstreffer (48.) für Zell.

Reisensburg stand nun vollends unter Schock und brauchte zehn Minuten, um sich zu sortieren. Dann begannen die besten zwanzig Minuten der Gastgeber. Druckvoll wurde nun nach vorne agiert und der Gegner frühzeitig attackiert. Zell schien von der Rolle, zeigte sich aber gegenüber den jüngsten Partien defensiv wesentlich verbessert. So rannte Reisensburg zwar an, konnte die Niederlage aber nicht mehr umbiegen. Der SV Mindelzell verlässt damit den letzten Platz.

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SpVgg Ellzee – FC Günzburg 1:4 (1:1)

Das Spiel begann vor 210 Zuschauern verheißungsvoll für Ellzee. Bereits in der 1. Minute wurde Dominik Seitz im Strafraum gefoult. Den fälligen Elfmeter verwandelte Martin Ruf zum 1:0. Nach einer Viertelstunde sah Günzburgs Christoph Wachs dann Gelb-Rot, doch trotz dieser Unterzahl kam der Spitzenreiter immer besser ins Spiel. Dann die erste zweifelhafte Entscheidung von Schiedsrichter Sascha Kolb, als er nach der Fußabwehr von Ellzees Torwart Luca Weiß gegen Max Lamatsch auf Foul entschied. Der Gefoulte verwandelte zum Ausgleich (34.).

Erneut Lamatsch war es, der kurz nach Wiederanspiel aus kurzer Entfernung einen abprallenden Ball zum 1:2 abstaubte. Die zweite fragwürdige Entscheidung durch das Schiedsrichter-Gespann dann in der 59. Minute: Nach einem Tor von Julian Dankel entschied Kolb nach Rücksprache auf Abseits. Ein Knackpunkt für die Heimelf. Die selbstbewussten Gäste lauerten auf ihre Konterchancen und der sehr starke Lamatsch erzielte im Fallen die Entscheidung (75.). Zu allem Überfluss erhöhte Spielertrainer Christoph Bronnhuber kurz vor Schluss (90.+3.) auf 4:1.

VfR Jettingen – TSV Haunsheim 2:0 (0:0)

In einem schwachem Kreisligaspiel sahen 150 Zuschauer einen verdienten Arbeitssieg des heimischen VfR gegen sich durchaus nicht versteckende Gäste von TSV Haunsheim. Die Elf aus dem Landkreis Dillingen hatte in den ersten 45 Minuten sogar die besseren Chancen, obwohl bereits nach acht Minuten der Torwart des TSV, Matthias Möhnle, mit einer Schulterverletzung gegen Ersatzkeeper Dennis Pietsch ausgetauscht werden musste. Pietsch machte seine Sache aber tadellos. Der VfR hatte jedenfalls Glück, dass es zur Pause noch 0:0 stand.

Entsprechend dürfte auch die Kabinenansprache von VfR-Coach Sven Müller ausgefallen sein, denn seine Mannschaft präsentierte sich in Halbzeit zwei deutlich verbessert. Es waren kaum drei Minuten gespielt, als ein schöner Schuss von Jonas Krötzinger im Gehäuse der Gäste zur VfR-Führung einschlug (48.). Dies gab den Gastgebern zwar etwas Sicherheit, trotzdem musste man bis zur 87. Minute im Sportpark zittern, ehe Johannes Fischer nach einer schönen Kopfballverlängerung per Kopf zum entscheidenden 2:0 verwandelte.

SV Waldstetten – TSV Offingen 1:3 (0:0)

Über die ersten 45 Minuten wollen wir an dieser Stelle kein Wort verlieren – es gab nämlich nichts zu berichten. Erst nach dem Wechsel nahm die Partie in Waldstetten Fahrt auf. Und das lag an den Gastgebern. Mit Pressing, Kombinationen und viel Laufbereitschaft erarbeitete man sich Chance um Chance. Einmal strich die Kugel knapp am Kreuzeck vorbei (47.). Dann konnten Marcel Thiel und Sebastian Katzer aus kürzester Distanz jeweils beste Möglichkeiten nicht verwerten. Nach 64 Minuten war es dann so weit. Waldstetten spielte sich über rechts durch. Marcel Thiel legte den Ball nach innen, wo Thomas Möller keine Mühe hatte, zur Führung zu vollenden.

Doch auch den Waldstettern klebt das Pech momentan an den Füßen. Erst nutzte Stefan Wohnlich eine Kontermöglichkeit eiskalt zum Ausgleich (75.). Dann kassierte Dominik Haugg Gelb-Rot (78.). Zehn Minuten vor Schluss verweigerte der bis dahin gut leitende Referee dem SVW einen klaren Elfmeter und im Gegenzug kassierte man das 1:2 durch wiederum Wohnlich. Diesem Treffer war zu allem Überfluss aus Waldstetter Sicht ein klares Foulspiel vorausgegangen. Waldstetten gab zwar nicht auf, doch es half nichts. Kurz vor Schluss fing man sogar noch das 1:3 durch Gabriel Danzl (90.).

TSV Ziemetshausen – VfL Großkötz 2:0 (0:0)

Mehr Mühe als erwartet hatte der personell arg gebeutelte TSV Ziemetshausen mit sehr gut organisiert auftretenden Gästen von VfL Großkötz. So entwickelte sich in Ziemetshausen ein Geduldsspiel. Erst nach 66 Minuten durchbrach Tobias Eppler mit einem schön herausgespielten Treffer zum ersten Mal den Kötzer Abwehrriegel. Und als nur fünf Minuten später der Ball nach einem Treffer von Daniel Hafner zum zweiten Mal im Netz zappelte, war die Vorentscheidung gefallen. Kötz warf die Flinte aber nicht ins Korn, sondern versuchte, nochmals heranzukommen. Die nun frei werdenden Räume nutzten die Hausherren durch Norbert Maier in der Nachspielzeit zum 3:0.

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