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Günzburg

10.09.2016

Kunden stehen bei Post(bank) schon wieder vor verschlossener Tür

Die Filiale der Postbank in der Sedanstraße in Günzburg mit Poststelle.
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Die Filiale der Postbank in der Sedanstraße in Günzburg mit Poststelle.
Foto: Bernhard Weizenegger (Archiv)

Eigentlich hätten die Probleme in der Filiale in der Günzburger Innenstadt passé sein sollen. Doch das ist nicht der Fall.

Die Öffnungszeiten beim Postbank-Finanzcenter in der Günzburger Innenstadt bleiben auch im September ein Ärgernis. Seit Monaten sind die Türen nachmittags immer mal wieder verschlossen, weil jemand erkrankt sei oder es andere Personalengpässe gebe. Eigentlich hatte das Unternehmen in einem Brief an die Stadt Ende August zugesagt, dass die Filiale ab dieser Woche „wieder stabil zu den gewohnten Öffnungszeiten zur Verfügung“ stehe. Auch wurde versprochen: „Wir werden alles dafür tun, dass Sie künftig wieder mit uns zufrieden sind.“ Am Donnerstag waren die Türen erneut zu – „aus betrieblichen Gründen“, stand auf einem Aushang.

Die Postbank-Kunden wurden auf den Standort Ulm und einen Geldautomaten am Günzburger Marktplatz verwiesen, Postdienstleistungen gebe es auch bei einem anderen Servicepartner in Günzburg. Doch die Filiale an der Sedanstraße ist nun einmal die zentrale Anlaufstelle in der Kreisstadt, und auch wenn hier längst die Postbank zuständig ist, spricht doch jeder von „der Post“. Die ist selbst nicht glücklich über das Verhalten ihres Partners, erklärt ein Sprecher, und könne die Wut der Kunden nachvollziehen. „Das behagt uns auch nicht“, erklärt er. „Es ärgert uns.“

Das Unternehmen wisse von den Problemen, stehe in Kontakt mit der Postbank und poche auf die Einhaltung der Verträge. Doch zu möglichen Konsequenzen oder ob sich die Post gar einen anderen Partner sucht, wenn das so weitergeht, wollte sich der Sprecher nicht äußern. Dass das Unternehmen keine eigenen Filialen mehr hat, sondern auf den Einzelhandel oder eben die Postbank angewiesen ist, macht sich auch hier bemerkbar.

Die Postbank kündigt erneute Einschränkungen an

Ein Sprecher der Postbank erklärt derweil die Schließung am Donnerstagnachmittag auf Anfrage unserer Zeitung so: „Mittlerweile haben wir wie angekündigt eine neue Mitarbeiterin gewinnen können. Diese muss jedoch noch ausgebildet und angelernt werden sowie das nötige Führungszeugnis vorlegen. Hinzu kommt, dass am Donnerstag eine stundenweise Schließung vorgenommen wurde, damit die Kollegen in einer anderen Filiale aushelfen konnten. Dies könnte in der nächsten und übernächsten Woche ebenfalls an ein oder zwei Tagen der Fall sein. Durch die Einstellung einer neuen Mitarbeiterin sind wir optimistisch, dass sich die Situation in Günzburg in nächster Zeit weiter entspannt.“

Der Stadtverwaltung behagt das alles jedoch gar nicht. Oberbürgermeister Gerhard Jauernig hatte sich schon an die Spitze der Postbank gewandt und darauf hingewiesen, dass die ständigen kürzeren Öffnungszeiten ein Unding für eine Kreisstadt seien. Sprecherin Friederike Kurtenbach betont jetzt erneut, dass dem OB eine funktionierende Infrastruktur sehr wichtig sei. Da die bisherige Auskunft der Postbank angesichts der erneuten Probleme offenbar nur beschwichtigend gewesen sei und den „vollmundigen Worten“ keine Taten folgten, werde Jauernig sich an eine höhere Stelle wenden. Allerdings hatte er schon an den Vorstandsvorsitzenden der Postbank geschrieben – und die Antwort erhielt er vom Generalbevollmächtigten des Bereichs „Betrieb Filiale/Kooperation Post“.

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