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Skulpturenpfad

08.05.2013

Kunst, wohin man auch schaut

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4 Bilder
Die Günzburger Innenstadt ist wieder Kunstgalerie: Am Dienstagabend wurde der zweite Skulpturenpfad eröffnet. "Zwei Inseln" von Basilius Kleinhans ist im Hofgarten zu sehen.
Bild: Bernhard Weizenegger

Für ein Jahr ist die Günzburger Innenstadt wieder Kunstgalerie unter freiem Himmel. Einige der Werke sollen auf Dauer in der Stadt bleiben.

Von Rebekka Jakob

Günzburg Blitzender Stahl, glänzender Stein und leuchtendes Holz haben sich zu Häusern, Brunnen und Straßen der Günzburger Innenstadt gesellt. Zum zweiten Mal nach 2007 hat die Stadt einen Skulpturenpfad, dessen Eröffnung gestern auch den Auftakt zum Günzburger Kultursommer bildete. Viele Künstler aus der Region, aus Deutschland, aber auch aus den Niederlanden haben dazu Plastiken und Skulpturen beigesteuert. Eine große Schar Kunstinteressierter folgte am Abend dem Vorsitzenden des Kunstvereins Off Art, Ralf Strassner, durch die Gassen, um die Künstler und ihre Kunstwerke an deren Standorten in der Stadt kennenzulernen.

Zu den bereits vorhandenen Kunstwerken des Skulpturenpfades von 2007 gesellen sich nun verspielte Portraits wie Petra A. Wendes „Therese Huber Portrait“ im Museumshof, filigrane Stahlkonstruktionen wie Gerd Mattheis’ „E-Trompete“ im Dossenbergerhof oder der hölzerne „Läufer“ des Bremer Künstlers Reinhard Osiander an der Günzbrücke.

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22 Kunstwerke hat die Jury aus 55 Bewerbungen ausgewählt. Drei davon haben gestern Abend Preise erhalten: Tobias Freudes „Piece of Fichte“, ein hölzernes Objekt, das im Hofgarten aufgestellt ist und nachts beleuchtet wird, erhielt den dritten, mit 700 Euro dotierten Preis. Der Niederländer Pieter Obels gewann mit seinem ebenfalls im Hofgarten ausgestellten Kortenstahlobjekt „Cumulus“ den zweiten Preis und 1300 Euro Preisgeld. Die „Vorfahrenmetamorphose“ von Stefanie von Quast, ein Figuren-Duo, das den Eingang des Forums am Hofgarten bewacht, erhielt den mit 1700 Euro dotierten ersten Preis. Die Finanzierung der Preisgelder teilten sich die Sparkasse und die Stadt Günzburg.

Einen Sonderpreis vergab der Verein Off Art an die junge Künstlerin Daria Wendland. „Radar“, gefertigt aus 19 Fahrradfelgen, ist im Dossenbergerhof aufgestellt. Für ihre Idee erhielt die 28-jährige Künstlerin ein Preisgeld von 500 Euro.

So manches der Werke soll länger in Günzburg bleiben als das eine Jahr, über das sich die Ausstellung erstreckt. „Es wird auch dieses Jahr wieder einige Ankäufe durch die Stadt geben“, versprach Oberbürgermeister Gerhard Jauernig in seiner Ansprache. Die Kunstwerke bereicherten den öffentlichen Raum sehr. „Ein Land, eine Stadt, eine Generation, die auf Kunst keinen Wert legt, ist arm dran.“ Besonders hatte es dem Rathauschef „Gontia“ angetan – ein Gemeinschaftswerk der Burgauer Künstler Roland Bögner und Rolf Eichelmann, das auf einem Betonsockel auf einer Verkehrsinsel am Bahnhof thront: Die namensgebende Göttin Günzburgs als stolze, ruhige Wasserfrau.

Die meisten der gezeigten Kunstobjekte sind übrigens echte Schwergewichte – fast keines der Werke konnte mit bloßer Muskelkraft an seinen Platz gebracht werden. Der städtische Bauhof Günzburg war deshalb maßgeblich am Aufbau der Ausstellung quer durch die Stadt beteiligt.

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