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02.06.2009

Kunterbuntes Nationenfest

Leipheim Mit einer Würstchenbude und miesem Wetter fing es einstmals an, heute, bei der siebten Auflage des "Festes der Kulturen" in der Leipheimer Hermann-Köhl-Straße, gestalten zwölf Nationen das Programm, sind rund 40 freiwillige Helfer im Einsatz (darunter kein Geringerer als der deutsche Juniorenmeister im Boxen). Und auf der Showbühne konnte man, neben vielen anderen Talenten, gar eine zehnjährige Vizeweltmeisterin im Bauchtanz bewundern. Damit nicht genug hat das Initiatorenteam von Sozialer Stadt und Mehrgenerationenhaus um Burkhardt Wagner herum sogar Kaiserwetter mit strahlendem Sonnenschein ins Abonnement genommen. Alles in allem, eine "im Landkreis Günzburg einmalige Veranstaltung", wie sie Leipheims Bürgermeister Christian Konrad (CSU) darstellte.

Den Besuchern - laut Veranstalter an die 1100 - bot sich eine farbenfrohe, herrlich bunte Kulisse, mit Dreh- und Angelpunkt Showbühne. Podium für jugendliche Tanzgruppen, Dance-Companies, Powergirls & Powerboys, Nachwuchsakrobaten und "löwenstarke" Trommler. Sie wirbelten, rockten, hip-hopten, sangen, trommelten und balancierten, mit Wehmut in der Stimme, Rhythmus im Blut und kultureller Grenzenlosigkeit im Sinn, durch folkloristische Ländervielfalt und fantasievoll ferne Visionen.

Das MiMa Zirkuszelt lockte zu Jonglierversuchen und Seiltänzertest, eine Hüpfburg zu aktiver Bewegung, zwei echte Kamele zu einem Kurzausflug in Leipheimer Wüstenwelten und zahlreiche Konsumierstände zu kalorienreichem Gourmet-Trip in die Gefilde internationaler Gaumenlust und -freude. Zum Aperitif in die Karibik mit Santo-Domingo-Fruchtcocktail, zur Hauptspeise in die Slowakei mit Bryndzové halusky (Kartoffelspätzle), Kasachstan wartete mit Schaschlik auf, Kolumbien mit deliciosos frigales con carne, Russland mit Borschtsch und Indien mit Pazhampory (gebackene Bananen). In den thailändischen Frühlingsrollen steckt ein guter Zweck: Toilettenanlage, Spielplatz und Ausstattung für eine Grundschule in Thailand wurden damit schon mitfinanziert. Der original Kurukahveci-Mocca mitsamt gebackenen Leckereien, am Stand der türkischen Bildungsakademie von Fatma Dogan, fließt direkt in die Integrationsarbeit mit Deutschkursen.

Wem der Sinn nach Kaffee und Sahnetorte stand, konnte sich an 30 gespendeten Kuchenkreationen aus heimischer Backofenproduktion gütlich tun. Oder aus dem Honigangebot eines Leipheimer Imkers wählen, der seine entsprechenden Fähigkeiten in den blumigen Tundraweiten Sibiriens erwarb.

Kunterbuntes Nationenfest

Dem Glücklichen schlug am Tombolastand die Stunde. Begehrlichstes Objekt aller Glücksritter natürlich der Hauptpreis: ein schnittiges Herrenfahrrad. Doch auch diejenigen, die das Schicksal wieder zu Fuß nach Hause gehen ließ, konnten es in der Gewissheit tun, an einem kunterbunten Multikulti-Vielvölkerfest teilgenommen zu haben, sonnenbeschienen und dem Motto gemäß "Welten verbinden".

Bei uns im Internet

Fotos vom Fest der Kulturen

www.guenzburger-zeitung.de/bilder

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