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Günzburg

30.11.2020

Landkreis Günzburg: Im Klassenzimmer leuchtet jetzt eine Ampel

So sehen sie aus, die kleinen Ampeln für die Klasse.
Bild: Schulwerk Diözese Augsburg

Kleine Geräte melden in den Schulen im Landkreis Günzburg der Diözese Augsburg, wenn es Zeit zum Lüften ist. Ob das etwas hilft?

Wenn früher in Klassenräumen einer der häufigsten Ausrufe „Ruhe!“ war, so wird dieser in Zeiten von Corona abgelöst durch den Ausruf „Lüften!“. Alle sind sich einig, dass Frischluft eine der wichtigsten Maßnahmen ist, um die sich ansammelnden Aerosole in geschlossenen Räumen zu verringern. Doch wann ist es Zeit dafür?

Im Maria-Ward-Gymnasium

Am St.-Thomas-Gymnasium Wettenhausen und am Maria-Ward-Gymnasium Günzburg gibt es jetzt in jedem Unterrichtsraum eine kleine Ampel. Wechselt diese auf Gelb, dann ist der CO2-Gehalt in der Raumluft so angestiegen, dass damit auch der Aerosol-Gehalt Infektionsschutzmaßnahmen erforderlich macht. Also ist ein gründliches Durchlüften angesagt und der Unterricht kann weitergehen.

„Mit dieser einfachen Lösung haben wir jetzt einen verlässlichen Anhaltspunkt, wann die Fenster und Türen zu öffnen sind und brauchen uns nicht mehr nur nach der doch eher vagen Regel ,20 Minuten Unterricht, fünf Minuten Lüften‘ richten“, meint Schulleiter Christian Hörtrich von den Maria-Ward-Schulen in Günzburg. Auch die Schüler seien froh über diese Neuerung, da sie teilweise wegen der unsicheren Raumluft-Situation aus Vorsicht über lange Zeiträume bei offenen Fenstern unterrichtet wurden, heißt es in der Pressemitteilung.

Für alle 44 Schulen angeschafft

Die CO2-Ampeln, die gut sichtbar im Klassenzimmer hängen, hat der Träger der Schule, das Schulwerk der Diözese Augsburg, für alle seine 44 Schulen angeschafft. Peter Kosak, der Direktor des Schulwerks Augsburg, meint: „Wir haben schon vor einiger Zeit die Beschaffung der Lüftungsampeln in die Wege geleitet und können jetzt 1200 Stück ausliefern. Es war wichtig, früh dran zu sein, denn mittlerweile ist der Markt leer gefegt.“

Private, kirchliche Träger

Die Staatsregierung fördert die Beschaffung dieser Ampeln – zu einem Teil. Für die Schulwerksschulen fallen aber keine zusätzlichen Kosten an, denn diese hat ebenfalls der private kirchliche Träger übernommen. „Das sind Gelder, die in unserer momentanen Situation gut investiert sind“, so Kosak. „So sorgen wir nicht nur für die Gesundheit unserer Schüler und Lehrkräfte, sondern sichern auch einen geordneten Unterrichtsablauf.“ Auch die Maria-Ward-Realschule Günzburg wird in den nächsten Tagen mit Ampeln ausgerüstet. (zg)

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