Newsticker

Corona-Zahlen auf Mallorca steigen - Reisewarnung möglich
  1. Startseite
  2. Lokales (Günzburg)
  3. Landkreis Günzburg: Mehr Biomüll und hohe Wiederverwertungsquote

Landkreis Günzburg

23.06.2020

Landkreis Günzburg: Mehr Biomüll und hohe Wiederverwertungsquote

Um 562 Tonnen (zwölf Prozent) haben die Bio-Abfälle im vergangenen Jahr zugenommen.
Bild: Bernhard Weizenegger, Archivbild

Plus Die gestiegene Quote findet im Werkausschuss des Kreistags in Günzburg Beachtung. Auch die Grundwassermessungen liefern positive Ergebnisse.

Die Konjunktur lief voriges Jahr noch auf Hochtouren. Das hat sich auch beim Gewerbemüll bemerkbar gemacht. Die Mengen, die der Abfallwirtschaftsbetrieb des Landkreises eingesammelt hat, sind gegenüber 2018 ebenso gestiegen wie bei den Bio-Abfällen. Weitere Einzelheiten nannte im Werkausschuss des Kreistags Anton Fink, der Leiter des Abfallwirtschaftsbetriebs.

Wiederverwertungsquote im Landkreis Günzburg ist gestiegen

Besonders erfreulich fand Landrat Hans Reichhart, dass die Wiederverwertungsquote im Landkreis erneut gestiegen ist und über dem bayerischen Durchschnitt liegt. Vorgestellt wurden im Ausschuss ferner die Ergebnisse der jüngsten Grundwassermessungen bei der Mülldeponie in Unterknöringen.

Gegenüber 2018 ist im vergangenen Jahr die Menge des Gewerbemülls um 522 Tonnen oder zehn Prozent auf knapp 5800 Tonnen gestiegen. Um 562 Tonnen oder zwölf Prozent haben die angelieferten Bio-Abfälle zugenommen. Das zeige, dass die jüngsten Werbemaßnahmen für die Bio-Tonne erfolgreich seien, erklärte Anton Fink.

Lesen Sie jetzt: Die heutige Ausgabe Ihrer Tageszeitung als E-Paper.
Lesen Sie jetzt: Die heutige Ausgabe Ihrer Tageszeitung als E-Paper.

Auch Elektroschrott mit einem Plus von elf Prozent ist 2019 vermehrt auf den Wertstoffhöfen angeliefert worden, ebenso Verpackungsmaterial. Ansonsten haben sich die Müllmengen mit kleineren Abweichungen nach unten oder oben auf dem Stand von 2018 gehalten.

605 Kilo Abfälle pro Kopf im Landkreis Günzburg - genau wie im Vorjahr

An verwertbaren Abfällen wie Papier, Glas, Schrott oder pflanzlichen Abfällen sind 2019 knapp 52300 Tonnen angefallen, das entspricht gut 400 Kilogramm je Einwohner. Bei den Abfällen, die entsorgt werden müssen, vorwiegend Haus-, Sperr-, Gewerbe- und Problemmüll, fielen voriges Jahr knapp 24500 Tonnen an, ein Minus von einem Prozent. Alles in allem sind durch den Abfallwirtschaftsbetrieb des Landkreises im vergangenen Jahr 76745 Tonnen Abfälle entsorgt oder wiederverwertet worden – das sind etwa 605 Kilo pro Landkreisbürger, was ziemlich genau dem Stand von 2018 entspricht.

Wiederverwertungsquote im Landkreis liegt über bayerischem Durchschnitt

Landrat Hans Reichhart wies darauf hin, dass die Wiederverwertungsquote 2019 erneut leicht gestiegen ist, auf 77,2 Prozent. Damit liege der Landkreis über dem bayerischen Durchschnitt von knapp 67 Prozent. Nach Angaben von Anton Fink liegt das auch daran, dass immer mehr Bürger verwertbare Verpackungen in die Gelbe Tonne sortieren.

Im Dezember 2019 war erneut das Oberflächen-, das Grund- und das Sickerwasser rund um die Deponie in Unterknöringen untersucht worden. Quecksilber sei angesichts der geringen Belastung nicht mehr messbar, erklärte Fink.

Die Werte von Nitrat und Chlorid bewegten sich im langjährigen Mittel und seinen „weiterhin wenig auffällig“. Einzig an einem Brunnen im nördlich gelegenen Biotop bei der Deponie sei ein Anstieg der Ammoniumkonzentration festgestellt worden.

Lesen Sie auch:

Müllabfuhr sieht wieder genauer hin

Wenn der Besuch im Wertstoffhof zur Geduldsprobe wird

Themen folgen

Sie haben nicht die Berechtigung zu kommentieren. Bitte beachten Sie, dass Sie als Einzelperson angemeldet sein müssen, um kommentieren zu können. Bei Fragen wenden Sie sich bitte an moderator@augsburger-allgemeine.de.

Bitte melden Sie sich an, um mit zu diskutieren.

Das könnte Sie auch interessieren