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Landkreis Günzburg

12.05.2020

Landrat Reichhart stehen vier Frauen zur Seite

Vier Stellvertreterinnen stehen Landrat Hans Reichhart künftig zur Seite: (von links) Angelika Fischer (Grüne), Monika Wiesmüller-Schwab (CSU), Ruth Abmayr (Freie Wähler) und Simone Riemenschneider-Blatter (SPD).
Bild: Walter Kaiser

Im Kloster Wettenhausen trifft sich der Kreistag zu seiner ersten Sitzung. Der neue „Geist des Miteinanders“ soll auch künftig praktiziert werden.

Das Ambiente war prächtig. Zu seiner ersten Sitzung war der neue Kreistag im Kaisersaal des Klosters Wettenhausen zusammengekommen. Ähnlich opulent wie der Saal war die Tagesordnung. Nicht weniger als 34 Punkte galt es abzuarbeiten. Dabei ging es vor allem um Personalien – darunter die Wahl der vier Stellvertreterinnen von Landrat Hans Reichhart. In diesen Zeiten von Corona hätten die Menschen im Landkreis in vielfältiger Weise den Zusammenhalt gepflegt, erklärte Reichhart. Diesen „Geist des Miteinanders“ gelte es auch im neuen Kreistag zu praktizieren. Dazu biete er „eine offene und ehrliche Zusammenarbeit“ an, betonte der neue Landrat.

Die Sitzung begann mit einer Gedenkminute für den vor wenigen Tagen gestorbenen langjährigen Krumbacher Kreisrat Josef Langenbach. Auch als Stellvertreter von Landrat Hubert Hafner habe sich Langenbach zum Wohl des Landkreises und der Bürger engagiert, würdigte Reichhart die Verdienste des Verstorbenen. Mit einem Grußwort hatte vorab der neue Kammeltaler Bürgermeister Thorsten Wick die Mitglieder des Kreistags im Kloster Wettenhausen begrüßt. Aus Sicherheitsgründen waren im Kaisersaal keine Zuhörer zugelassen, Interessierte konnten in einem Raum darunter die Sitzung per Video-Schaltung verfolgen.

Anton Gollmitzer darf den neuen Landrat vereidigen

Dienstältester Kreisrat ist der Deffinger Anton Gollmitzer ( Freie Wähler). Ihm wurde deshalb die Ehre zuteil, den neuen Landrat zu vereidigen. Reichhart wiederum vereidigte die 19 neuen Mitglieder des Kreistags: Hubert Hafner und Ferdinand Munk ( CSU), Philipp Beißbarth, Lothar Kempfle, Eveline Kuhnert und Bernhard Lohr (Grüne), Michael Gleich, Maximilian Gumpp, Friedrich Holzwarth, Gerd Mannes und Walter Metzinger ( AfD), Christoph Bader, Stefan Baisch und Peter Finkel (Junge Union), Max Behrends und Peter Schoblicher (Freie Wähler), Luise Bader ( SPD), Stefan Bissinger (FDP) sowie Christoph Weber (Linke).

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Bislang hatte der Landrat drei Stellvertreter beziehungsweise Stellvertreterinnen. Landrat Hans Reichhart stehen nun vier Frauen zur Seite. Mit 52 von 57 gültigen Stimmen wurde in geheimer Wahl die bisherige Stellvertreterin des Landrats, Monika Wiesmüller-Schwab (CSU), im Amt bestätigt. Die sogenannten weiteren Stellvertreterinnen wurden per Handzeichen gewählt – die bisherige Amtsinhaberin Simone Riemenschneider-Blatter (SPD) sowie als „Neulinge“ Ruth Abmayr (Freie Wähler) und Angelika Fischer, die, wie sie sagte, „erste grüne Landratsstellvertreterin in der Geschichte des Landkreises“.

Für manche Ausschüsse gibt es mehr Bewerber als Sitze

Im weiteren Verlauf des Sitzungsmarathons wurde die personelle Besetzung der zahlreichen Ausschüsse und Beiräte des Kreistags festgelegt. Auch in mehreren externen Gremien sind Mitglieder des Kreistags vertreten. Für den Verwaltungsrat der Kreiskliniken, den Wirtschafts- und Strukturbeirat sowie für die Vollversammlung des Kreisjugendrings gab es mehr Bewerber als Sitze – in diesen Fällen ging nach Mehrheitsbeschluss jeweils die AfD leer aus.

Die Grünen wiederum sind nicht im Zweckverband Interkommunales Gewerbegebiet auf dem ehemaligen Fliegerhorst vertreten. Neuer Behindertenbeauftragter ist CSU-Rat Georg Schwarz, neuer Jugendbeauftragter Peter Finkel (Junge Union). Im Amt bestätigt wurde die Seniorenbeauftragte Johanna Herold (CSU).

Angesichts der wirtschaftlichen Probleme vieler Menschen wurde auf eine Erhöhung des Sitzungsgeldes verzichtet, obwohl die Aufwandsentschädigung in allen schwäbische Kreistagen schon seit Längerem höher sei als in Günzburg, erklärte der Landrat.

Viel Lob für die Arbeit in Kliniken, Pflegeheimen und Behörden

Er werde für Bürger und Kreisräte stets „offene Ohren und Türen“ haben, kündigte Hans Reichhart an. Gemeinsam gelte es, die künftigen Herausforderungen anzugehen und den Landkreis weiter zu gestalten. Unter Beifall würdigte der Landrat schließlich die in diesen Wochen von Corona über das normale Maß hinausgehende Arbeit in Kliniken, Pflegeheimen, Organisationen, Firmen oder Behörden wie dem Landratsamt.

Sie seien „die Botschafter des Landkreises, in dem vieles hervorragend gemeistert wurde“.

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