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20.07.2016

Landrat begrüßt neuen Bahnplan

Hafner: Der Einsatz hat sich gelohnt

Auch Landrat Hubert Hafner freut sich, dass die angedachte Bahn-Neubautrasse entlang der Autobahn offenbar vom Tisch ist. Wie berichtet, steht das Vorhaben nicht mehr im jüngsten Entwurf des Bundesverkehrswegeplans. Es hätte bedeutet, dass der Bahn-Fernverkehr an Günzburg vorbeigerauscht wäre. Im neuen Planentwurf wird die Stadt ausdrücklich als Fernzughalt festgeschrieben. Der Landkreischef spricht in einer gestern verbreiteten Presseerklärung von einem „vollen Erfolg“. Das Gesamtprojekt der Neu- und Ausbaustrecke Ulm-Augsburg war auch nicht verbindlich im „vordringlichen Bedarf“ vorgesehen. Das ist nun erfolgt.

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Der Landkreis, die Stadt Günzburg und alle im Einzugsbereich der Neubautrasse gelegenen Gemeinden, auch der Wirtschafts- und Strukturbeirat des Kreises, haben sich gegen eine Abkoppelung der Kreisstadt gewandt und beim Bundesverkehrsministerium eine Modifizierung der Planung gefordert. Das Projekt müsse zudem verbindlich in den vordringlichen Bedarf aufgenommen werden, da der Abschnitt der letzte zweigleisige Teil auf der Magistrale Paris-München-Budapest sei und schon jetzt wie ein Flaschenhals wirke. Spätestens nach Fertigstellung der Strecke Stuttgart-Ulm werde es vordringlich sein, auch die Strecke Ulm-Augsburg auszubauen.

Landkreis, Stadt und Gemeinden haben von der Möglichkeit der „Online“-Eingabe zum Bundesverkehrswegeplan Gebrauch gemacht. Landrat Hafner und Oberbürgermeister Gerhard Jauernig haben sich zusätzlich in einem gemeinsamen Schreiben an Bundesverkehrsminister Alexander Dobrindt für einen Neubau/Ausbau der Bahnstrecke über Günzburg ausgesprochen.

Das Projekt wurde jetzt entsprechend modifiziert, nun soll die Neu- und Ausbaustrecke „in einem Korridor“ von Neu-Ulm über Günzburg, Jettingen nach Dinkelscherben geführt werden. „Damit sind nun mehrere Planungsmöglichkeiten eröffnet, eine Anlehnung an die A8 ist nicht mehr zwingend“, folgert das Landratsamt. Die wichtigste Festlegung sei, dass Günzburg Fernverkehrshalt bleibe und somit seine Bedeutung im Bahnverkehr beibehalte. Das gemeinsame Vorgehen in der Angelegenheit habe zu einem großen Erfolg geführt. Jetzt bestehe die Hoffnung, dass es in absehbarer Zeit zu einem Streckenausbau mit dem Fernbahnhaltepunkt Günzburg komme. (zg)

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24.07.2016

Um Wiesbaden nicht abzuhängen baute man die Bahnstrecke Breckenheim–Wiesbaden. Lokale Politiker setzten sich mit viel Eigenlob gegen die Vernunft nach Abkürzungen durch. Heute wäre man sicher froh, wenn eine eingleisige Abkürzung (nach Idstein) bestünde oder die Strecke gerade Richtung Frankfurt durchgebunden wäre. Auch an der A8 würde eine (eingleisige) Abkürzung Durchgangsverkehr beschleunigen und die Gemeinden vor Lärm bewahren. Eine Abkürzung an der A8 würde auch die Strecke Ulm - Ichenhausen - Neuburg - Krumbach erheblich aufwerten und eine Haltestelle an der A8 den Standort von Legoland. Nun hoffen wir darauf, daß die zusätzlichen ICEs alle in GZ halten, obwohl bisher schon viele durchfahren. Woher die Nachfrage für die zusätzlichen ICEs noch kommen soll, wenn man die sich anbitende Abkürzung nicht wahrnehmen will, fragt sich keiner. Die Hoffnung stirbt zuletzt.

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25.07.2016

ICEs halten nur ganz wenige in der Kreisstadt Günzburg. Und das ist auch vernünftig. Denn ICEs dienen dem Verkehr zwischen Großstädten. Und beispielsweise auch in Ingolstadt oder Fulda halten viele ICEs nicht.

Unabhängig hiervon scheint mir eine Neubautrasse, die an Günzburg vorbei führen würde, nicht sinnvoll zu sein.

Raimund Kamm

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