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Leipheim

07.10.2017

Laufen gegen den Flutpolder

In Leipheim fand ein Mahnlauf gegen den geplanten Flutpolder statt.
Bild: Mannes/Interessensgmeinschaft

100 Teilnehmer trotzen Regen und Sturm und nehmen an einem Mahnlauf in Leipheim teil.

Von ihrem Protest ließen sich die Teilnehmer auch nicht von Wind und Regen abhalten. Etwa 100 Sportler nahmen an einem Mahnlauf teil, den die Interessenvertretungen „Kein Flutpolder Leipheim“ und „Rettet das Donauried“ organisiert hatten.

Auf einer vier und zehn Kilometer langen Strecke hatten die Teilnehmer die Möglichkeit, entlang der Grenzen des geplanten Flutpolders einen persönlichen Eindruck von der Schönheit und Einzigartigkeit der Natur zu gewinnen. Jeder Teilnehmer hatte die Möglichkeit entsprechend seinen eigenen Wünschen den Polder entweder zu umwandern oder mit sportlichem Ehrgeiz zu durchlaufen.

Nach dem Zieleinlauf wurde jedem Teilnehmer eine Ehrenmedaille verliehen. Leider, so die veranstaltenden Interessenvertretungen, gäbe es nichts zu gewinnen, sondern nur zu verlieren: „in diesem Fall, den einzigartigen Donauwald zwischen Elchingen und Leipheim, der durch das zerstörerische Flutpolderprojekt gefährdet ist“. Sie kritisieren, dass durch die Flutung des geplanten Flutpolders weit über 400 Pilzarten, 94 Vogelarten und unzählige andere Tier- und Pflanzenarten auf 630 Hektar verenden würden und heimische Acker- und Kulturlandschaft zerstört werde.

8000 Unterschriften gesammelt

Der Mahnlauf unterstützte die Unterschriftenaktion gegen die Flutpolder, die nach Angaben der Interessengemeinschaften bereits von weit über 8000 Bürgern gezeichnet worden ist. Die Petition lehnt das Konzept der Flutpolder an der schwäbischen Donau zwischen Leipheim und Gremheim ab und unterstreicht die Forderungen der Bürgerinitiativen nach einer Untersuchung des gesamten Gewässersystems in Bayern, alternative Hochwasserschutzmaßnahmen auszureizen und insbesondere dem Grundschutz Vorrang zu gewähren.

Darüber hinaus sollen Gesetzesänderungen zur Hochwasservermeidung im Baurecht und zum Trinkwasserschutz diskutiert werden und auch die Zerstörung der Natur und Umwelt sowie negative Folgen für die Landwirtschaft sind zu berücksichtigen. In weiteren Veranstaltungen wollen die Interessenvertretungen auch in Zukunft auf die Folgen aufmerksam machen. So sind weitere Informationsveranstaltungen im Landkreis Günzburg und Dillingen geplant, sowie eine Radtour im Frühling zwischen den betroffenen Standorten. (zg)

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