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05.06.2009

Lauingen: Einer der größten Solarparks Bayerns geplant

Lauingen Fast dreimal so groß wie bisher könnte der Solarpark auf Gut Helmeringen bei Lauingen werden. Derzeit wird dort auf circa 30 Hektar mit rund 136 000 Solarmodulen Strom erzeugt. Der Bauausschuss des Stadtrates hat nun den Weg für eine Erweiterung auf rund 80 Hektar frei gemacht. Sollten die Module dort aufgestellt werden, würde auf Gut Helmeringen einer der größten Solarparks in Bayern entstehen.

Es war bereits das zweite Mal, dass die Mitglieder des Bauausschusses über eine Erweiterung des Solarparks diskutierten. Denn einer ersten Vergrößerung von rund 30 auf etwa 64 Hektar hatten die Räte bereits im Februar zugestimmt. Den zweiten Antrag hatten sie jedoch zurückgestellt - zugunsten eines Grundsatzbeschlusses des Lauinger Stadtrates. Der fiel im vergangenen Monat in nicht-öffentlicher Sitzung. Die Kommunalpolitiker legten darin eine Obergrenze von rund 100 Hektar für die Fläche auf der Gemarkung Lauingen fest, die mit Solarmodulen bebaut werden darf.

Bürgermeister Wolfgang Schenk sagt: "Ich finde, wir haben einen guten Kompromiss gefunden." Seiner Meinung nach könnte die Solarenergie ein Aushängeschild für die Albertus-Magnus-Stadt werden. Selbst, wenn eine wichtige Entscheidung für den Stadtsäckel noch aussteht. Denn bisher fließt die Gewerbesteuer für den Solarpark nicht in die Lauinger Stadtkasse, sondern an den Sitz des bisherigen Betreibers, die Gehrlicher Solar, nach Haar bei München. Schenk hofft jedoch auf eine gütliche Einigung - ähnlich, wie sie bei Windrädern üblich sei: Dabei bekommt die Gemeinde, auf deren Gebiet der Standort der Anlage ist, 70 Prozent der Gewerbesteuer. Nur 30 Prozent erhält die Heimatkommune des Betreibers.

Schenk findet diesen Kompromiss fair - schließlich werde ja in Lauingen Flur aus der landwirtschaftlichen Produktion genommen. Gerhard Winkler (FDP) stimmte in der Sitzung des Bauausschusses gegen die Erweiterung: "Ich will keine Konzentration dieser Fläche." Er habe bereits für eine Erweiterung auf 62 Hektar votiert - mehr gehe aus seiner Sicht jedoch nicht: "Ich möchte nicht noch mehr zugepflastert haben."

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Strom für 25 000 Menschen könne mit dem künftig 80 Hektar großen Solarpark erzeugt werden, sagt Ursula Frings-Braun, Sprecherin von Gehrlicher Solar. Und Dr. Robert Bartl vom Management des Clusters Energietechnik der Nürnberger Bayern Innovativ GmbH, einer Initiative der Bayerischen Staatsregierung, sagt: "Der Solarpark bei Helmeringen ist einer der Größten in Bayern. Als einer der Ersten setzt er die innovative Dünnschicht-Technologie ein, die wegen ihres guten Kosten-Nutzen-Verhältnisses großes Zukunftspotenzial hat."

Bevor Gehrlicher Solar in Lauingen mit dem Bau starten kann, werden etwa die Träger öffentlicher Belange gehört. Zudem berät der Stadtrat nochmals über das Thema.

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