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Günzburg

21.06.2017

„Lieber Jürgen, rock im Himmel“

Zeilen aus dem Lied "Der letzte Koffer" von Purple Schulz sind auf dem Sterbebild zu sehen, das bei der Trauerfeier für den beliebten Günzburger Wirt Jürgen Gerstmayer verteilt wurde. Gerstmayer starb im Alter von 54 Jahren.
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Zeilen aus dem Lied "Der letzte Koffer" von Purple Schulz sind auf dem Sterbebild zu sehen, das bei der Trauerfeier für den beliebten Günzburger Wirt Jürgen Gerstmayer verteilt wurde. Gerstmayer starb im Alter von 54 Jahren.
Bild: Rebekka Jakob

Bei einer bewegenden Feier verabschieden sich 500 Menschen vom beliebten Wirt des On the rocks, Jürgen Gerstmayer.

Seine Familie, seine Fußballjungs, sein Seemannschor, seine Stammgäste, seine Freunde: Sie alle haben am Mittwochnachmittag auf dem Günzburger Friedhof Abschied von Jürgen Gerstmayer genommen. Etwa 500 Menschen kamen zur Trauerfeier für den beliebten Wirt des Günzburger On the rocks. Ein nicht enden wollender Trauerzug quer über den Friedhof begleitete die Urnenbeisetzung.

Es überrascht wenig, wie viele Menschen dem 54-Jährigen ein letztes Mal Lebewohl sagen wollten. Viele Gäste waren jedoch überrascht zu hören, dass er in den letzten Monaten seines Lebens im Gebet Kraft geschöpft hatte. Der Burtenbacher Walter Allgaier, der den Kranken über Monate begleitet hatte, erzählte in seiner Trauerpredigt: „Jürgen hat für sich eine Entscheidung getroffen, wohin er einmal gehen möchte.“ Er wünsche sich, dass alle Menschen diese Entscheidung im Vertrauen auf Jesus treffen können.

Wer Jürgen Gerstmayer kannte, weiß, welchen gewaltigen Stellenwert die Musik in seinem Leben hatte. Diese Liebe zur Musik zeigten auch seine Freunde, die die Abschiedsfeier in der Friedhofskapelle gestalteten. „The sound of silence“ machte den Anfang, bei „Knockin’ on heavens door“, jenem Lied, dass er sich selbst noch gewünscht hatte, sangen und klatschten die Trauergäste mit.

Auch wenn es schwerfiel, denn die Traurigkeit über den Verlust des 54-Jährigen sitzt tief bei Familie, Freunden und Gästen. Auch die Tote Möwe, den Shantychor, dem der Günzburger jahrelang angehört hat, kostete ihr Auftritt in der Trauer um ihren Freund sichtbar eine ganze Menge Kraft. Umso schöner und gefühlvoller fiel ihre Version von „Sailing“ aus.

Das Purple-Schulz-Stück „Der letzte Koffer“ wurde nicht nur wie die anderen Lieder von Alexander Kussmaul in der Kapelle gesungen, ein Zitat daraus findet sich auch auf dem Sterbebild, mit dem sich die Trauergäste an Jürgen Gerstmayer erinnern sollen. Es zeigt ihn mit geschlossenen Augen, das Mikro in der Hand. Ein Musiker mit Herz, Leib und Seele. „Lieber Jürgen, rock im Himmel“, hieß es zum Abschied.

Am Mittwochabend öffnete das seit kurz vor dem Tod des Wirts am vorvergangenen Sonntag geschlossene On the rocks in der Hofgasse wieder seine Türen – für alle Stammgäste und Freunde, die noch einmal gemeinsam auf ihren Freund Jürgen anstoßen wollten.

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21.06.2017

Jürgen, Ruhe in Frieden ... du warst ein toller Kerl!

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