Newsticker

Tschechien, Luxemburg und Tirol zu Corona-Risikogebieten erklärt
  1. Startseite
  2. Lokales (Günzburg)
  3. Lingl: Gespräche gehen am 2. Juli weiter

22.06.2009

Lingl: Gespräche gehen am 2. Juli weiter

Krumbach Die Gespräche bei der Firma Lingl gehen weiter. Voraussichtlich am 2. Juli wollen sich Geschäftsleitung und Gewerkschaftsvertreter erneut an einen Tisch setzen. Geprüft werden sollen dann auch die Vorschläge der IG Metall, sagte IG-Metall-Betriebsbetreuer Siegfried Bägendörfer vor rund 200 Mitarbeitern der Firma auf dem Krumbacher Marktplatz. Einem Protestmarsch durch die Innenstadt und der Kundgebung auf dem Marktplatz war eine Betriebsversammlung vorausgegangen.

Laut IG Metall hat die Krumbacher Firma mit Entlassungen von bis zu 260 Mitarbeitern gedroht, wenn das Sanierungskonzept der Geschäftsleitung nicht umgesetzt werde. Es sieht unter anderem den Verzicht auf Urlaubs- und Weihnachtsgeld vor. Die IG Metall hingegen schlägt vor, Teile des Urlaubsgeldes zu einem späteren Termin auszuzahlen. Verschoben werden könnte ebenso die Einkommenserhöhung. Dies würde die Liquidität der Firma sichern, sagte Bägendörfer. Lingl habe schließlich kein Kostenproblem, sondern einen Auftragseinbruch.

IG-Metall-Bevollmächtigter Elmar Heim forderte auf dem Krumbacher Marktplatz, dass "die Politik die Arbeitnehmer nicht im Regen stehen lässt". Er forderte den "Rettungsschirm" für Arbeitnehmer. Lauten Trillerpfeifen-Applaus gab es für den Betriebsratsvorsitzenden der Firma Lingl, Michael Marschner, als er sagte: "Jeder Job, der verloren geht, ist ein Job zu viel." Er bemängelte, dass die Arbeitnehmer die Einzigen seien, die zur Kasse gebeten werden sollen. Auch von politischer Seite gebe es einen "Rettungsschirm" offenbar nur für die Banken.

Peter Hübler, Betriebsratsvorsitzender von Megamat in Neuburg, bezeichnete die geplanten Kürzungen bei Lingl als "frontalen Angriff auf uns alle in der Region". Für Leo Berger, den Betriebsratsvorsitzenden bei Kögel, kann der Personalabbau kein Zukunftskonzept sein. Arbeitsplätze, vor allem für Jugendliche, fordert Günther Jahn von Neodon. "Denn die Jugend ist unsere Zukunft", sagte er.

Themen folgen

Die Diskussion ist geschlossen.

Das könnte Sie auch interessieren