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Verkehr

10.11.2017

Löchriges Günztal

Ab hier wird es holprig: Das Nördliche Günztal ist Günzburgs einzige nicht ausgebaute Wohnstraße. Das soll sich nun bald ändern.
Bild: Bernhard Weizenegger

Günzburgs letzte nicht ausgebaute Straße wird hergerichtet

Schlaglöcher, Pfützen, Kies und Dreck: Die Straße „Nördliches Günztal“ in Günzburg ist keine Freude für Autofahrer. Das finden auch viele Anwohner – deshalb haben sie bei der Stadt immer wieder um einen Ausbau der Straße gebeten. Bereits vor zehn Jahren waren erstmals Mittel im Städtischen Haushalt dafür vorgesehen. Nun soll es tatsächlich losgehen. Nicht alle Betroffenen waren allerdings dafür.

Der Zustand der 145 Meter langen Straße und ihrer 91 Meter langen Seitenstraße mit Verbindung zum 35 Meter langen Kapellenweg ist tatsächlich katastrophal – nicht einmal Winterdienst ist hier möglich. Momentan besteht der Unterbau lediglich aus einem Gemisch aus Schotter, Kies und allen möglichen Auffüllungen. Eine Straßenentwässerung gibt es keine – das führt nach Regenfällen zu großen Pfützen, wie sie auch SPD-Stadträtin Simone Riemenschneider-Blatter direkt vor der Sitzung vorfand: Sie habe sich den Straßenzustand noch mal aktuell ansehen wollen – und habe nach einigen Metern mit dem Auto wieder kehrt gemacht. Da die Seitenstraße auch Bestandteil des Radwegenetzes der Stadt ist, sollte das künftig nicht mehr passieren müssen.

„Es ist ausgesprochen positiv, dass die Anwohner hier eingebunden wurden“, so Riemenschneider-Blatter. Bereits im Juni hatte die Stadtverwaltung bei einer Anliegerinformationsversammlung die Planung und auch die voraussichtlichen Kosten vorgestellt und erläutert. Anregungen der Anwohner wurden mit aufgenommen. Allerdings hatten von den Kosten betroffene Grundstückseigentümer der 91 Meter langen Seitenstraße angeregt, den Zustand an ihrem Straßenabschnitt zu belassen – in diesem Fall hätten sie keine Beiträge zu zahlen, die Stadt bliebe für den Unterhalt der Straße verantwortlich und im Straßenausbau würde eine Lücke entstehen. Im Stadtrat herrschte Einigkeit darüber, dass dies nicht infrage komme. Nicht nur die entstehende Lücke, sondern auch einen möglichen Präzedenzfall für weitere Straßenausbauprojekte wollen Verwaltung und Stadtrat vermeiden. Inklusive Planung und Beleuchtung mit LED-Lampen sind Gesamtkosten von 317000 Euro vorgesehen. Ausschreiben will die Stadt das Bauprojekt im Herbst 2018, der Bau soll dann im Frühjahr und Sommer 2019 erfolgen. Interessante Hintergründe zum Bau der Straße hatte CSU-Stadtrat Günter Treutlein zu bieten: Er wusste, dass das Baugebiet auf dem eigentlich dafür gar nicht vorgesehenen Gelände Ende der 70er-, Anfang der 80er-Jahre ein Zugeständnis an die benachbarte Textilfirma gewesen sei, um einem drohenden Konkurs entgegenzuwirken. Jahre später ging das Unternehmen dennoch pleite. (rjk)

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