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Günzburg

12.02.2020

Lutzenberger investiert Millionen in Deffingen

Die Firma Lutzenberger möchte im Gewerbegebiet Deffingen in Günzburg eine neue, größere Asphaltmischanlage errichten.
Bild: Bernhard Weizenegger

Plus Das Bauunternehmen Lutzenberger will seine Asphaltmischanlage modernisieren und um mehrere Meter verlegen. Die neue Anlage ist höher und deutlich breiter.

Wer auf der B16 auf Höhe des Autobahnanschlusses Günzburg unterwegs ist, der kann den „relativ schmalen Strich in der Landschaft“ leicht übersehen. Dieser von Projektleiter Peter Heiland bezeichnete Strich ist ein 41 Meter hoher und lediglich rund 1,5 Meter breiter Kamin, der zur Asphaltmischanlage des Bauunternehmens Xaver Lutzenberger gehört. Das Unternehmen wird am Standort in Deffingen einen Millionenbetrag investieren – im Bereich zwischen 6,5 und sieben Millionen Euro. Und mit dieser Investition ändert sich auch das Landschaftsbild.

Das Asphaltmischwerk der Firma Lutzenberger im Gewerbegebiet Deffingen in Günzburg soll vergrößert werden.
Bild: Bernhard Weizenegger

Das Unternehmen kaufte am Standort Deffingen im südwestlichen Bereich eine benachbarte Fläche von etwa 3200 Quadratmetern. Dort soll eine neue Asphaltmischanlage entstehen, die 42 Meter hoch sein wird. Während sich also an der Maximalhöhe wenig ändert, geschieht dies in der Breite: Statt des 1,5 Meter breiten Turms werden es zwischen sechs und sieben Meter, führt Heiland im Gespräch mit unserer Zeitung aus: „Man wird definitiv mehr sehen, da die Fassade hinzukommt.“ Die bestehende Asphaltmischanlage ist, mit Ausnahme des Kamins, lediglich 24 Meter hoch. Diese flächige Bebauung soll in die Höhe geändert werden – aus Metarialflussgründen, wie es der Projektleiter nennt. Da das gesamte Material nur ein einziges Mal nach oben befördert werden muss, ist ein geringerer Energieeinsatz nötig. „Den Rest erledigt die Schwerkraft“, sagt Heiland.

Bauarbeiten in Günzburg sollen etwa zehn Monate dauern

Der Neubau soll nur wenige Meter südlich der bestehenden Anlage entstehen. Wann mit den Arbeiten begonnen wird, steht derzeit noch nicht fest. Erst wenn der Genehmigungsbescheid vom Landratsamt da ist, kann das Projekt anlaufen. Etwa zehn Monate dauert es laut Heiland dann bis zur Inbetriebnahme der neuen Asphaltmischanlage. Während der Bauarbeiten soll der Betrieb ungestört weiterlaufen, lediglich eine Woche sollen die Maschinen stillstehen, wenn manche der alten Anlagenkomponenten in die neue integriert werden. Um den steigenden Markt- und Umweltanforderungen gerecht zu werden, werden beispielsweise die komplette Brenner- und Erhitzungstechnik ersetzt, die Sozialräume und Labor in Massivbauweise errichtet sowie eine Überdachung für Asphaltgranulat und Brechsand gebaut.

Lutzenberger investiert Millionen in Deffingen

Der Neubau hat auf die Jahresleistung der Asphaltmischanlage, die ein Volumen von 100.000 Tonnen beträgt, keinen Einfluss. Zwar werden die Betriebszeiten laut Heiland variabler, aber nicht länger als bisher gestaltet.

Gerodete Waldfläche wird komplett ersetzt

Der Günzburger Bau- und Umweltausschuss erteilte dem Vorhaben einstimmig das gemeindliche Einvernehmen. Zweiter Bürgermeister Anton Gollmitzer hob den verbesserten Betriebsablauf sowie den bisher beschwerdefreien Ablauf der Anlage hervor. Martina Haltmayer und Angelika Fischer lobten die höhere Energieeffizienz, bedauerten neben der Höhe der Anlage und des dadurch veränderten Landschaftsbildes die etwa 1600 Quadratmeter große Waldfläche, die dafür gerodet werden muss. Projektleiter Heiland sagt im Gespräch mit unserer Zeitung, dass diese Rodungsfläche „eins zu eins ersetzt wird“.

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