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Günzburg

27.09.2019

Männer aus dem BKH Günzburg sind weiter auf der Flucht

Das Luftbild zeigt das Gelände des Bezirkskrankenhauses in Günzburg, rechts die neue Forensik.
Bild: Bernhard Weizenegger (Archiv)

Die Fahndung nach den Flüchtigen aus dem BKH Günzburg lief im Leipheimer Stadtteil Weißingen und in Günzburg ergebnislos. Das ist der Stand der Ermittlungen.

Es fehlt weiterhin jede Spur von den zwei Männern, die in der Nacht zum Montag aus dem Bezirkskrankenhaus in Günzburg geflohen sind. Freitag suchte die Polizei in Weißingen und Günzburg nach den Geflohenen – wieder war ein Polizeihubschrauber im Einsatz.

„Die Ermittlungen der Kriminalpolizei Neu-Ulm laufen natürlich weiter“, sagt Polizei-Sprecherin Johanna Graf auf Nachfrage unserer Zeitung. Wie berichtet , gab es am Donnerstag Hinweise, dass die beiden Männer im Bereich Vöhringen im Landkreis Neu-Ulm gesehen worden seien (Polizei suchte in Vöhringen nach BKH-Flüchtigen). In der Nacht zum Freitag ging die Suche dann im Leipheimer Stadtteil Weißingen und im Bereich Günzburg weiter.

Gegen zwei Uhr in der Nacht meldeten sich Bürger bei der Polizei, dass sich die Männer dort aufhalten könnten, berichtet Johanna Graf. Erneut war ein Großaufgebot der Polizei Freitagnacht im Einsatz, ebenso ein Hubschrauber. Doch die Suche blieb erneut ergebnislos.

Flucht aus BKH Günzburg: Männer sind untergetaucht

Wie berichtet, hatten die beiden Patienten, die mit dem Gesetz in Konflikt geraten waren und wegen Suchterkrankungen in der Forensik in Günzburg behandelt wurden, eine Klinik-Angestellte bedroht, ein weiterer Mitarbeiter hatte daraufhin die Türe entriegelt und die Männer flüchteten. Sofort wurde eine Großfahndung eingeleitet, auch der öffentliche Nahverkehr wurde kontrolliert. Den Männern gelang es dennoch, unterzutauchen.

Weiterhin setzt die Polizei daher auf aufmerksame Bürger. „Wir gehen davon aus, dass sich die Männer in der Region aufhalten“, sagt Polizei-Sprecherin Martina Graf. Es gebe bislang keine Anhaltspunkte, dass die Geflohenen den Großraum Günzburg verlassen haben könnten. Wie viele Hinweise von Seiten der Bevölkerung bislang bei der Polizei eingegangen sind, konnte Johanna Graf aus ermittlungstechnischen Gründen nicht verraten. Sie betonte aber, dass alle Zeugenhinweise ernst genommen werden und konkreten Informationen sofort nachgegangen würde, dann sei neben einem Großaufgebot der Polizei auch der Hubschrauber im Einsatz. Und der flog in den vergangenen Tagen fast täglich über den Landkreis Günzburg und den angrenzenden Landkreis Neu-Ulm.

Polizei bittet weiter um Hinweise

Zunächst hieß es, dass die Männer im Gewerbegebiet in Jettingen-Scheppach gesehen worden seien (BKH-Flüchtige halten sich wohl noch im Großraum Günzburg auf), diese Hinweise entpuppten sich aber laut damaliger Polizeiaussage wohl aus Falschmeldung. Freitagnacht ging die Polizei den Hinweisen aus dem Raum Günzburg und Leipheim nach.

„Unser Ziel ist es natürlich weiterhin, die beiden Männer zu finden.“ Die Polizei bittet die Bevölkerung darum, bei direktem Kontakt nicht an die Entflohenen heranzutreten, sondern sofort die Notrufnummer 110 zu wählen. Wie Sprecherin Johanna Graf betont, gehe von den beiden allerdings keine direkte Gefahr aus, es gebe keine Hinweise darauf, dass die Geflohenen Waffen bei sich hätten. Dennoch rät sie, Abstand zu halten und gleich die Polizei zu verständigen.

Die beiden 23 und 28 Jahre alten Männer waren unter anderem wegen räuberischem Diebstahls und schweren Bandendiebstahls polizeilich in Erscheinung getreten. Die beiden wurden wegen ihrer Suchterkrankungen in der Klinik für Forensische Psychiatrie in Günzburg behandelt.

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