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Dürrlauingen

22.06.2016

Männer sollen Frau im Kreis Günzburg vergewaltigt haben

Im Förderungswerk Dürrlauingen sollen Flüchtlinge eine junge Frau vergewaltigt haben. Zwei Männer wurden festgenommen.
Foto: Bernhard Weizenegger

Die Polizei hat zwei Männer festgenommen. Sie wohnten im Förderungswerk St. Nikolaus in Dürrlauingen. Beschuldigt wurden drei Flüchtlinge.

Im Förderungswerk St. Nikolaus in Dürrlauingen (Landkreis Günzburg) ist Anfang Mai offenbar eine junge Frau vergewaltigt worden. Sie erstattete nach Angaben der Polizei allerdings erst Anfang Juni Anzeige gegen drei Flüchtlinge, die auch in der Einrichtung wohnen. Die Kriminalpolizei Neu-Ulm hat daraufhin die weiteren Ermittlungen übernommen, teilte die Polizei am Mittwoch mit.

Auf Antrag der Staatsanwaltschaft Memmingen wurden durch die Ermittlungsrichterin am Amtsgericht Memmingen gegen zwei der Tatverdächtigen Haftbefehle erlassen, die am Dienstagvormittag vollstreckt wurden. Die beiden Personen wurden vorläufig festgenommen und zwischenzeitlich in eine Justizvollzugsanstalt gebracht. Um die Persönlichkeitsrechte der Geschädigten zu schützen, gibt die Polizei zu dem laufenden Ermittlungsverfahren keine weiteren Informationen, insbesondere nicht zum Tathergang, teilen die Beamten mit.

Die junge Deutsche wird nach Angaben des Förderungswerks derzeit in der Einrichtung umfangreich therapeutisch unterstützt. „Bisher ist nicht klar, was tatsächlich vorgefallen ist. Klar ist aber, dass wir jegliche Übergriffe auf andere Personen nicht hinnehmen werden“, betont Stefan Leister, Vorstandsmitglied des Einrichtungsträgers Katholische Jugendfürsorge, in einer Mitteilung. „Die Würde eines jeden Menschen ist unantastbar – das sagen unser Grundgesetz, unsere Kultur, unser christliches Menschenbild und auch unser Wertekanon.“

Die Katholische Jugendfürsorge habe klare Regelungen zum Umgang miteinander, denen zufolge nach Kräften versucht werden müsse, solche Vorwürfe aufzuklären. Daher wurde Anzeige erstattet. „Wir unterstützen die Ermittlungen der Polizei in vollem Umfang“, erklärt Leister. Da aber zuerst deren Ergebnis abgewartet werden müsse, äußern sich derzeit weder die Jugendfürsorge noch das Förderungswerk weiter.

Update vom 25. Oktober 2016: Die Staatsanwaltschaft Memmingen teilt auf Anfrage unserer Zeitung mit, dass die Ermittlungen gegen die vermeintlichen Täter eingestellt wurden. Die Behörde „kam zu dem Ergebnis, dass den verdächtigten Personen die Tat nicht nachgewiesen werden kann“, erklärt Pressesprecher Christoph Ebert. Ob die Frau vergewaltigt wurde, solle dadurch aber nicht in Abrede gestellt werden. Die Untersuchungshaft dauerte für die Männer bis einschließlich 7. Juli. zg

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