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17.03.2009

Maja rettet das Wiesenfest und Willi wird ein Star

Jettingen In einem unbekannten Land vor gar nicht allzu langer Zeit, war eine Biene sehr bekannt, von der sprach alles weit und breit. Und diese Biene, die hier gemeint ist, ist - natürlich - die Biene Maja. Mehr als 400 Zuschauer verfolgten am vergangenen Samstag die Premiere des gleichnamigen Kindermusicals des Jettinger Kindergarten Johann Breher in der dortigen Turnhalle. Die insgesamt 45 Darsteller, 35 Kinder und zehn Erwachsene, erhielten zum Schluss tosenden Beifall und die Zuschauer ein Stück Bienenstich.

"Nachdem wir im vergangenen Jahr schon mit unserem Musikprojekt 'Räuber Hotzenplotz' so große Erfolge verzeichnen konnten, wollten wir dieses Jahr unbedingt etwas Ähnliches auf die Beine stellen", erzählte Brigitte Vogg, Leiterin des Kindergartens, kurz vor Beginn.

Im Sommer 2008 waren die Kinder dann auf eine Obstwiese eingeladen worden, wo sie auch Bienen beobachten durften, und so war die Idee geboren. "Seit Januar dieses Jahres haben wir also Kostüme genäht, Bühnenbilder gemalt und geprobt, so viel es ging. Und ich denke, es hat sich gelohnt", so die Kindergärtnerin weiter.

Mehr als 400 Besucher in der ausverkauften Halle

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Und genau das wurde im Vornherein schon von einer ausverkauften Turnhalle bestätigt. Über 400 große und kleine Gäste, stolze Eltern und Großeltern, Freunde und Verwandte waren gekommen, um sich das Spektakel anzusehen.

Die Begrüßung übernahmen eine kleine Ameise und eine Biene, die, gefolgt vom Biene-Maja-Lied, das Publikum auf die Klatschmohnwiese und den dortigen Bienenstock begleiteten. Dort wurde es Zeuge der Geburt einiger Bienen, unter ihnen auch Maja.

Anders als die anderen Bienen

Sie ist sofort anders als die anderen Bienen, möchte nicht zur Schule gehen und rebelliert gegen ihre Lehrerin, Fräulein Kassandra. Als Pate und Begleiter wird ihr dann Willi, die besonders gemütliche, immer müde und hungrige Biene, zur Seite gestellt. Auch Flip, den Grashüpfer, gewinnt sie sogleich zum Freund. Dieser wird allerdings zuerst von den Ameisen, die ständig marschierend und singend, für Recht und Ordnung auf der Wiese sorgen, und bald von den Fröschen, die ihn fressen wollen, in Schach gehalten.

Gemeinsam begegnen die Drei den lustigsten Gestalten - zum Beispiel Peppi dem Rosenkäfer, der nach einem Ameisenüberfall völlig verzweifelt ist, Kurt dem Mistkäfer, der immerzu mit seiner Kraft protzt, oder Thekla, der Spinne, die gemein scheint, im Grunde aber nur eine einsame Geigenspielerin ist.

Nach schönen, aber auch gefährlichen Abenteuern zur Rettung des anstehenden Wiesenfestes, raufen sich am Ende alle zusammen und feiern gemeinsam. Willi, der sich trotz seiner Trägheit als toller Freund und Helfer erwiesen hat, wird außerdem Wiesenstar.

Mit "Heut' ist so ein schöner Tag", endete das Stück und das Publikum war aus dem Häuschen. Schon während des Stückes hatte es nach den von einem befreundeten Musiklehrer geschriebenen Liedern, immer wieder Beifall gegeben. "Ich bin sehr froh, dass das Stück so gut angekommen ist und die Anspannung jetzt weg ist", sagte Brigitte Vogg glücklich.

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