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Ausbau

22.11.2018

Marode Straße wird ab Frühjahr saniert

Die Straße Hinterer Berg in Scheppach ist in einem desolaten Zustand. Nächstes Jahr soll sie erneuert werden.
Bild: Bernhard Weizenegger

Am Hinteren Berg in Scheppach werden Kanal und Leitungen ausgetauscht. Was das kostet und wer es bezahlt

Dass die Straße Hinterer Berg in Scheppach sich nicht gerade im allerbesten Zustand befindet, ist auf den ersten Blick zu erkennen: Löcher, Risse, Flicken, wohin man blickt. Die gehören in Kürze der Vergangenheit an, im nächsten Jahr wird die Gemeinde den Ausbau der Straße angehen und einen neuen Kanal und neue Wasserleitungen verlegen lassen. Der Planer stellte Ziele, Kosten und Zeitplan in der jüngsten Gemeinderatsitzung vor, ohne Gegenstimme wurde das Gesamtpaket beschlossen. Bürgermeister Hans Reichhart gab dem Planer am Ende mit auf den Weg: „Schreiben Sie aus!“

Wie alt die Straße Hinterer Berg exakt ist, wusste niemand. Mehr als 50 Jahre hat sie mindestens überstanden. Damals wurde laut Planer Lukas Tretbar vom Büro Kling Consult nur das Notwendigste gemacht, die Asphaltschicht ist nur wenige Zentimeter dick, ein frostsicherer Aufbau fehlt komplett. „Wir können froh sein, dass es so lange gehalten hat“, sagte Bürgermeister Reichhart. Fotos zeigten, wie marode die Straße mittlerweile ist. Die Mitglieder des Gemeinderats hatten sich bereits kürzlich bei einem Ortstermin einen Überblick verschafft und waren sich einig gewesen, die Straße auf einer Breite von 5,50 Meter auszubauen. Die Anlieger müssen laut Bürgermeister keine Angst haben, dass Kosten auf sie abgewälzt werden. Da die Gemeinde keine Straßenausbaubeiträge mehr erheben kann, muss sie das Projekt alleine stemmen. Wie hoch der Zuschuss vom Freistaat sein wird, konnte Reichhart nicht sagen.

Fest steht, dass nicht nur die Straße saniert wird, ein 1,50 Meter breiter Gehweg auf der einen und Rasenfugen auf der anderen Straßenseite gebaut werden, auch Kanal und Wasserleitungen müssen ausgetauscht und die Hausanschlüsse erneuert werden. Dem Planer zufolge ist das Material der Leitungen längst nicht mehr auf dem Stand der neuesten Technik. An einigen Stellen ist einem Bodengutachten zufolge ein größerer Bodenaustausch notwendig. Der Kanal muss wieder an derselben Stelle verlaufen, er wird dann die Tiefe der Hausanschlüsse haben. Die Nachfrage Helmut Feuchtmayrs (Freie Wähler), ob noch andere Kanäle betroffen seien, verneinte der Planer.

Die Gemeinde muss mit erheblichen Kosten rechnen, allein der Straßenbau kommt auf über 300000 Euro, alles zusammen wird auf die doppelte Summe hinauslaufen. Reichhart betonte, dass ihm eine zeitnahe Ausschreibung am Herzen liegt, da die Tiefbaufirmen ihm signalisiert hätten, im ersten Halbjahr noch Kapazitäten zu haben. „Wir versprechen uns dann auch vernünftige Preise“, so der Rathauschef.

Laut Planer sollen bis Mitte Januar 2019 die Bauleistungen vergeben werden, sodass im Frühjahr mit dem Ausbau begonnen werden könnte. Wenn alles glatt läuft, haben die Anlieger schon im kommenden Herbst eine neue Straße. (hva)

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