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Auszeichnung

28.09.2019

Maurer und Bäckerin unter den Besten

Die Kammersieger der Handwerkskammer Schwaben. Zu ihnen zählen auch ein Maurer und eine Bäckerin aus dem Landkreis Günzburg.
Bild: HWK Schwaben

Andreas Maurer und Anna Hurler sind Kammersieger

Der Landkreis Günzburg hat zwei neue Kammersieger: Bäckerin Anna Hurler von der Günzburger Bäckerei Hurler sowie der Maurer Andreas Maurer aus Münsterhausen vom Betrieb Maurer Tobias aus Hafenhofen sind zwei der insgessamt 54 Kammersieger, die im Atrium der Handwerkskammer für Schwaben (HWK) ausgezeichnet wurden.

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Ulrich Wagner, Hauptgeschäftsführer der Handwerkskammer für Schwaben (HWK) lobte das Engagement der Kammersieger: „Sie haben gezeigt, was man aus einer Ausbildung rausholen kann. Das Handwerk ist bunt! Das Handwerk macht Spaß! Das Handwerk begeistert! Dafür sind Sie die besten Botschafter.“ Hans-Peter Rauch, Präsident der HWK Schwaben, zollte den 25 Frauen und 29 Männern seine Anerkennung für ihren Trainingsfleiß, ihr Können, ihren Siegeswillen und ihr Durchsetzungsvermögen. Er sagte: „Sie sind tolle Vorbilder. Das schwäbische Handwerk ist stolz auf Sie! Machen Sie weiter so. Ich drücke Ihnen die Daumen, dass Sie auch auf Landes- und Bundesebene mitmischen können.“

Die Liste der Sieger 2019 zeigt die ganze Bandbreite der handwerklichen Berufe. In vielen Bereichen konnte der Nachwuchs brillieren. Von A-Z waren 54 Gewerke im Wettbewerb vertreten. Neben den bekannten Handwerksberufen wie Anlagenmechaniker für Sanitär-, Heizungs- und Klimatechnik, Friseur oder Maurer hat das schwäbische Handwerk auch in ausgefallenen Berufen, wie dem Orgel- und Harmoniumbauer oder der Keramikerin, hervorragend qualifizierte Fachkräfte vorzuweisen. Am Leistungswettbewerb des deutschen Handwerks können Absolventen der Gesellen- und Abschlussprüfungen 2019 teilnehmen. Sie müssen die beste praktische Prüfungsarbeit in ihren jeweiligen Prüfungsbezirken abgelegt haben. Während bei manchem Gewerk das zur Prüfung angefertigte Gesellenstück für den Wettbewerb bewertet wurde, mussten in anderen Berufen, beispielsweise bei den Fachverkäufern in den Lebensmittelhandwerken oder in den Bau- und Ausbauhandwerken, zusätzlich Arbeitsproben gefertigt werden. Die Kammersieger können jetzt an weiteren Berufswettbewerben teilnehmen. Die nächsten Ebenen sind der Landeswettbewerb und der Bundeswettbewerb.

In seiner Festansprache forderte HWK-Präsident Rauch mehr Investitionen in die berufliche Bildung: „Wenn wir als Wirtschaftsstandort in der Welt auch künftig ganz vorne mitspielen wollen, dann ist die exzellente Bildung der Schlüssel dafür. Bildung ist unser wichtigster Rohstoff und dafür muss Geld in die Hand genommen werden.“ Es brauche eine umfassende Berufsorientierung an allen Schulen, damit Jugendliche und ihre Eltern wissen, welche Chancen in einer Berufsausbildung liegen. Gleichermaßen müssten die beruflichen Schulen und die Bildungszentren des Handwerks auf der Höhe der Zeit ausgestattet und ausreichend finanziert sein. Ein besonders Beispiel dafür, so Rauch, sei das neugebaute Berufsbildungs- und Technologiezentrum der HWK Schwaben in Augsburg. Beide Bauabschnitte werden im kommenden Jahr eingeweiht. Der Präsident wies auch auf die Bedeutung des Meisters für das Handwerk hin. „Der Meister ist der Inbegriff des Deutschen Handwerks.“ Positiv sah Rauch die Wiedereinführung der Meisterpflicht in 12 Gewerken sowie die finanzielle Förderung der Meisterkurse mit 2000 Euro pro Teilnehmer. (pm)

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