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Kirche

27.02.2018

Mehr Frauen kommen in die Pfarrgemeinderäte

Diözesanratsvorsitzende Hildegard Schütz ist erfreut über die Wahl zu den Pfarrgemeinderäten in der Diözese Augsburg.

Fast drei von vier Ehrenamtlichen sind weiblich. Briefwähler erhöhen die Wahlbeteiligung. Die ersten Ergebnisse liegen nun vor.

Über 70 Prozent der künftigen Pfarrgemeinderatsmitglieder sind Frauen. Vor vier Jahren lag der Frauenanteil noch leicht unter 70 Prozent. Deutliche Steigerungen bei der Wahlbeteiligung erreichten die Pfarreien, die eine allgemeine Briefwahl durchgeführt haben. Bei den bisher gemeldeten Ergebnissen führte die allgemeine Briefwahl zu einer Steigerung der Wahlbeteiligung von 15 bis 30 Prozent. Insgesamt dürfte die Wahlbeteiligung der des Jahres 2014 entsprechen und bei über 12 Prozent liegen. Bisher haben 550 von über 1000 wählenden Pfarreien des Bistums Augsburg ihre Wahlergebnisse gemeldet.

Erfreut zeigte sich Diözesanratsvorsitzende Hildegard Schütz (Krumbach-Edenhausen) angesichts der Ergebnisse der Pfarrgemeinderatswahlen: „Die Briefwahl zeichnet sich bereits jetzt als Erfolgsmodell ab, mehr Katholiken an diesem demokratischen Element unserer Kirche zu beteiligen. In Benediktbeuern hat sich die Wahlbeteiligung durch die allgemeine Briefwahl fast vervierfacht.“ Auf die weiter gestiegene Anzahl der Frauen im Pfarrgemeinderat angesprochen, sagte Hildegard Schütz: „Dieser positive Trend sollte auch die Männer in unseren Pfarreien ermuntern, sich vermehrt einzubringen.“

Am Sonntag wurden fast flächendeckend in den über tausend katholischen Pfarrgemeinden der Diözese Augsburg die neuen Pfarrgemeinderäte gewählt. Sie fungieren in den nächsten vier Jahren in seelsorglichen Fragen als Beratungsgremium für ihren Ortspfarrer und sollen sich als Organ des Laienapostolats in gesellschaftlich bedeutsamen Fragen als engagierte Christen zu Wort melden.

Nach ersten Meldungen von Wahlausschüssen vor Ort, die bei diesen Wahlen in der Diözese Augsburg erneut ausschließlich online erfolgen können, ist die Wahlbeteiligung im Vergleich zu den Wahlen 2014 erwartungsgemäß leicht gestiegen. Genauere Zahlen oder zuverlässige Hochrechnungen liegen zwar noch nicht vor, doch zeigt sich Geschäftsführerin Beate Dieterle vom für die Wahlorganisation zuständigen Diözesanrat der Katholiken zufrieden: „Offenbar ist es wieder gelungen, die Pfarrgemeinderatswahlen als demokratisches Element in unserer Kirche bewusst zu machen. Der Wert und der Bedarf an der Mitarbeit von engagierten Frauen und Männern für die Seelsorge vor Ort kann gar nicht hoch genug eingeschätzt werden.“

In der Diözesanratsgeschäftsstelle im Augsburger Haus St. Ulrich laufen die Wahlergebnisse aus allen Teilen des Bistums ein, das sich vom Bodensee bis zum Starnberger See und von Oberstdorf bis nach Feuchtwangen in Mittelfranken erstreckt. Von den rund 11000 zu wählenden Pfarrgemeinderatsmitgliedern dürften ungefähr 40 Prozent „Neulinge“ im Amt sein, wie das Bistum gestern mitteilte. zg

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