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Kötz

28.04.2015

Mehr Geld für Mitarbeiter von Alko

Es gibt mehr Geld für Alko-Mitarbeiter: 3,4 Prozent.
Bild: Archivfoto Alko

IG Metall: Warum die Gewerkschaft noch Probleme mit einem Arbeitnehmervertreter hat

Für die Beschäftigten der Alko Gruppe ist das eine gute Nachricht: Das Unternehmen übernimmt nun doch die zu Anfang des Jahres in der Metallindustrie ausgehandelte Tariferhöhung von 3,4 Prozent. Ende vergangener Wochen haben der Vorstand von Alko und der Gesamtbetriebsrat eine entsprechende Einigung erzielt. Das teilte jetzt auf Nachfrage unserer Zeitung der Erste Bevollmächtigte der IG Metall Neu-Ulm-Günzburg, Günter Frey, mit. Damit ist aus Gewerkschaftssicht zumindest eine Baustelle im Unternehmen abgeräumt, eine andere noch nicht.

Dass die Entgelterhöhung von Alko nun übernommen wird, bedeutet für alle gewerblichen und kaufmännischen Angestellten eine Einmalzahlung in Höhe von 150 Euro im Mai – die Auszubildenden bekommen 55 Euro – sowie 3,4 Prozent mehr Lohn und Gehalt ab 1. August. Gewerkschafter Frey findet das Ergebnis „nicht schlecht für eine Firma, die nicht der Tarifbindung unterliegt“, obwohl er beim Thema Arbeitszeiten grundsätzlich noch Nachbesserungsbedarf sieht.

Achim Schulz, Personaldirektor von Alko Kober, zeigt sich gegenüber unserer Zeitung ebenfalls zufrieden mit dem Ergebnis: „Der Abschluss war nicht einfach, zumal wir in unseren einzelnen Unternehmensbereichen unterschiedliche Ergebnisse erwirtschaftet haben. Dennoch war uns eine einheitliche Lösung für unsere Betriebe im Landkreis wichtig. Daher freuen wir uns, dass wir mit dem Betriebsrat eine gute Lösung im Interesse unserer Mitarbeiter erreicht haben.“

Nur zum Teil gelöst sind die Probleme der IG Metall mit den Arbeitsnehmervertretern im Aufsichtsrat. Auch hier geht es um Geld – allerdings nicht darum, dass jemand mehr bekommt, sondern etwas abgeben soll. Nach den Statuten der Gewerkschaft müssen Arbeitnehmervertreter, die einen Aufsichtsratsposten bekleiden, einen guten Teil ihrer Tantiemen, die sie dafür erhalten, wieder abführen. Dabei geht es durchaus um ordentliche Summen. Der Gedanke dahinter, wie Frey erläutert: Mit der Abgabe solle verhindert werden, dass Arbeitnehmervertreter beeinflusst werden. Wenn also ein Aufsichtsratsmitglied für seine Tätigkeit etwa 18000 Euro im Jahr erhält, darf es laut Gewerkschaftssatzung höchstens 4500 Euro behalten. Doch bei den drei Arbeitnehmervertretern im Alko-Aufsichtsrat gab es einige Probleme, denn sie wollten zunächst die Abgabe nicht leisten, die als Spende an die Hans-Böckler-Stiftung des DGB fließt. Auf Nachfrage sagte Frey, mittlerweile habe sich die IG Metall mit zwei Aufsichtsratsvertretern geeinigt, die nun bereit seien, einen Teil der Tantieme entsprechend den Gewerkschaftsrichtlinien wieder abzutreten. Doch ein Mitglied weigert sich. Es habe daraufhin zu Anfang des Jahres eine gerichtliche Auseinandersetzung gegeben, die zugunsten der IG Metall ausgefallen sei. Nun versuche man, sich mit dem Aufsichtsratsmitglied, das mittlerweile aus der Gewerkschaft ausgetreten ist, außergerichtlich zu einigen. Es gehe um Geld aus mehreren zurückliegenden Jahren.

Das betroffene Aufsichtsratsmitglied möchte sich dazu nicht öffentlich äußern, da es sich um ein schwebendes Verfahren handle.

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