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Landkreis Günzburg

22.10.2020

Mehr Müll im Landkreis Günzburg

So unterschiedlich wirkt sich die Corona-Krise auf die verschiedenen Müllmengen im Landkreis Günzburg aus.
Bild: Annette Zoepf

Plus So unterschiedlich wirkt sich die Corona-Krise auf die verschiedenen Müllmengen im Landkreis Günzburg aus.

Corona macht sich auch bei den Müllmengen bemerkbar. Wegen der wirtschaftlichen Einschränkungen ist das Aufkommen an Gewerbemüll in den ersten sechs Monaten dieses Jahres leicht zurückgegangen. Dagegen gingen Sperrmüll und pflanzliche Abfälle im Vergleich zum ersten Halbjahr 2019 deutlich nach oben. Offenbar hätten die Menschen mehr Zeit gehabt, um Keller und Dachböden zu entrümpeln oder im Garten zu werkeln, mutmaßte Landrat Hans Reichhart im Werkausschuss des Kreistags.

Wie schon in den zurückliegenden Jahren: Das Müllaufkommen hat in den ersten sechs Monaten dieses Jahres erneut zugenommen. Von Januar bis Ende Juni waren 12373 Tonnen Müll zur Verbrennung angefallen – 1180 Tonnen oder elf Prozent mehr als im ersten Halbjahr 2019. Während der Gewerbemüll um ein Prozent auf knapp 2500 Tonnen zurückging, schnellte der Sperrmüll um 272 Tonnen oder 19 Prozent auf 1724 Tonnen nach oben.

Deutlich mehr Bioabfall im Kreis Günzburg als im vergangenen Jahr

Ähnlich sieht es bei den verwertbaren Abfällen aus. An Grüngut fielen im ersten Halbjahr 9358 Tonnen an, 1232 Tonnen oder 15 Prozent mehr als zum gleichen Zeitpunkt 2019. Gar um 20 Prozent nahmen die Bioabfälle zu – um 470 auf 2836 Tonnen. Dies sei aber auch darauf zurückzuführen, dass die Werbeaktionen für die braunen Biotonnen auf erfreulich fruchtbaren Boden gefallen seien, erklärte Anton Fink, der Leiter des Abfallwirtschaftsbetriebes, im Ausschuss.

In Zeiten von Corona haben etliche Bürger offenbar auch vermehrt zu verpackten Lebensmitteln oder anderen eingepackten Waren gegriffen. So ging die Menge an recyclingfähigen Wertstoffen wie Plastik oder Dosen um sechs Prozent nach oben, bei anderem Verpackungsmaterial waren es acht Prozent. Unter dem Strich, so Fink, verlaufe das Geschäftsjahr 2020 zufriedenstellend. Im Haushaltsplan für dieses Jahr war ein Minus von 1,2 Millionen Euro einkalkuliert worden. Das Defizit werde nach jetzigem Stand geringer ausfallen, sagte Fink.

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