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Günzburg

12.05.2020

Mehr Platz für die Außengastronomie

OB Gerhard Jauernig zeigt Athanasios Daloukas, wo die Flächen für Außengastronomie in der Innenstadt vergrößert werden können.
Bild: Julia Ehrlich/Stadt

Plus Die Stadt Günzburg unterstützt die Cafés, Bars und Kneipen während der Corona-Krise. Doch nicht jeder kann gleich viel Platz bekommen.

Die Stadt Günzburg will der Gastronomie nach dem Lockdown durch die Corona-Krise wieder auf die Beine helfen und bietet mehr Außenflächen für die Freiluftgastronomie an.

„Wir brauchen jetzt einen Schulterschluss. Wir wissen, dass die Gastronomen, die Betreiber von Cafés, Bars, Kneipen und Hotels für die nächsten Wochen und Monate noch keine wirkliche Perspektive haben. Ich persönlich halte die Außengastronomie für einen wichtigen Schlüssel der Zukunftssicherung“, sagt Oberbürgermeister Gerhard Jauernig. Aus diesem Grund wird die Stadt die Flächen zur Außenbestuhlung vergrößern. „Ich hoffe sehr, dass wir durch diese Maßnahme den Umsatz in den gastronomischen Betrieben stabilisieren können.“

Ende vergangener Woche hat bereits die Begehung in der Innenstadt mit der Feuerwehr, Polizei und Verwaltung stattgefunden. In den nächsten Tagen sollen die Gastronomen angeschrieben werden. Darin steht, wie viel Fläche zusätzlich bestuhlt werden darf. „Die Abgaben werden trotz größerer Flächen der Sondernutzung nicht steigen. Es geht uns als Stadt nicht darum, Geld zu verdienen, sondern mit einem kommunalen Beitrag unserer Wirtschaft beizustehen“, sagt Jauernig.

Es müssen viele Faktoren berücksichtigt werden

Die örtlichen Gegebenheiten des Marktplatzes sowie der umliegenden Gassen erfordern jeweils eine Prüfung des einzelnen Platzes. Jauernig bittet um Verständnis, dass die Stadt nicht jedem Betrieb gleich viel Fläche zusätzlich anbieten kann. Es sind mehrere Faktoren, beispielsweise Rettungswege, zu berücksichtigen.

Günzburgs Oberbürgermeister erklärt das Vorgehen der Stadt mit einer größeren Außenbestuhlung mit der Bedeutung der Gastronomie für die Stadt: „Wir sind reich an Gastronomie. Und es ist die Gastronomie, die unser Stadtbild seit Jahrzehnten prägt. Die Gastronomie umsorgt uns, verwöhnt uns. Hier können wir zusammenkommen, lachen, genießen und feiern. Jetzt müssen wir zeigen, dass wir für sie da sind, so wie sie für uns immer da sind.“ Die Gastronomen können das zusätzliche Platzangebot der Stadt annehmen, sind dazu aber keinesfalls verpflichtet. Jauernig geht allerdings davon aus, dass der Vorschlag von den meisten angenommen wird, das habe er aus den bisherigen Gesprächen heraushören können.

Das zusätzliche Angebot sei für diese Sommersaison geplant. Sollte allerdings ein starker Anstieg der am Coronavirus Infizierten auftreten, könnte es sein, dieses Angebot nach einer gewissen Zeit wieder zurückzunehmen. Doch das lasse sich natürlich jetzt noch nicht vorhersagen, so Jauernig.

Weniger Platz für die Öffentlichkeit

Mehr Platz für die Gastronomie bedeutet aber zugleich weniger Platz für die Öffentlichkeit. „Es wird in anderen Bereichen ein paar Beeinträchtigungen geben“, sagt Jauernig. Fahrradfahrer müssen unter Umständen öfter absteigen, Fußgänger haben ebenfalls weniger Platz. Außergewöhnliche Zeiten erfordern laut Jauernig eben auch außergewöhnliche Maßnahmen. Diese seien jedoch kein Aktionismus, sondern wohl überlegt, versichert der Oberbürgermeister.

Er appelliert zugleich, in der nächsten Zeit gezielt vor Ort einzukaufen und so den Handel und die Gastronomie zu unterstützen. Um diese Solidarität innerhalb der Stadtgesellschaft bittet Jauernig eindringlich: „Kaufen wir vor Ort ein und genießen wir unsere malerische Innenstadt auch wieder von den zahlreichen Lokalen aus.“

Die Stadt ist außerdem gemeinsam mit der Cityinitiative dabei, Perspektiven für den Handel zu erarbeiten. Auch dort könnte die Genehmigung weiterer Außenflächen eine Möglichkeit sein. (mili)

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