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Landkreis Günzburg

02.11.2019

Mehr Schatten für den Kindergarten in Jettingen

Um die Beschattung dieses bei Mädchen und Buben beliebten Ganges geht es.
Foto: Peter Wieser

Vor allem ein Thema interessierte Anwesende der Bürgerversammlung. Wie sie ihren Wunsch begründeten. Und warum Hans Reichhart letztmals Versammlungsleiter war.

Eine Diskussion gab es bei der Bürgerversammlung am Dienstag in Jettingen-Scheppach lediglich zu einem einzigen Thema. Unter den rund 60 interessierten Bürgern befanden sich zahlreiche Elternbeiratsmitglieder des Kindergartens Johann Breher.

Wunsch ist eine Beschattung für den Gang, in dem sich auch die Kreativwerkstatt befindet und wo sich die Kinder gerne aufhalten. Bei Messungen von Ende Juni bis Anfang September letzten Jahres habe man dort vor allem zur Mittagszeit Temperaturen von teilweise mehr als 35 Grad festgestellt.

Viel Helligkeit und im Sommer zu viel Wärme

Die Notwendigkeit einer Beschattung sei schon seit Langem angesprochen worden und die Eltern hätten sich bereits seit Jahren zu diesem Thema geäußert. Der helle Bereich mit seinem Glasdach sei wunderschön, aber im Sommer mache es dieses unerträglich, sich dort aufzuhalten, erklärte Daniel Hörmann, der Vorsitzende des Elternbeirats.

Bürgermeister Hans Reichhart versprach, das Anliegen zeitnah im Bauausschuss zu behandeln. Er sehe, dass im Rat sicherlich und auch mehrheitlich eine Notwendigkeit gesehen und dem nachgegangen werde. Reichhart wies allerdings ausdrücklich darauf hin, dass es sich ausschließlich um den Gang und nicht um die Gruppenräume handle.

Es entscheidet der Bauausschuss

Einer konkreten Antwort, auch darauf, in welchem Zeitraum dies geschehen werde, hätte der Elternbeirat am selben Abend gerne gehabt. Man benötige zunächst Angebote, auch müsse man Fachleute vor Ort hinzuziehen, um über Durchführung und Durchführungszeitpunkt zu beraten, erklärte Reichhart. Entscheiden werde letztlich aber der Bauausschuss. Er selbst befürwortete eine Beschattung. Und wenn es nach ihm gehe, bekomme man dies auch bis Juni 2020 hin.

Zuvor hatte Bürgermeister Reichhart zur Entwicklung der Finanzen des Markts informiert. Im vergangenen Jahr wurde mit einem Haushaltsvolumen in Höhe von rund 26,6 Millionen Euro, dem höchsten überhaupt, das geplante deutlich überschritten. Seit 2012 habe der Markt keine Kreditaufnahme mehr benötigt und auch in den „schweren Zeiten“ – Reichhart sprach dabei auf die Jahre zwischen 2007 bis 2010 an – habe man keine Steuern erhöht. Zu Beginn seiner Amtszeit 2002 habe die Verschuldung des Markts bei rund 27 Millionen Euro gelegen, aktuell betrage diese noch 6,4 Millionen Euro. Und in diesem Jahr werde man weitere 700000 Euro tilgen.

Nicht auf Zuschüsse angewiesen

Jettingen-Scheppach sei nicht auf Zuschüsse angewiesen und könne sich selbst finanzieren. Gleichzeitig sprach Reichhart auf das rund 7,8 Millionen Euro umfassende Investitionsprogramm an und ging auf Projekte ein, die den Markt im nächsten Jahr und in den kommenden Jahren beschäftigen werden: Den Abschluss der Rathauserweiterung und die Gestaltung des Rathausplatzes und -umfelds, den Neubau und Betrieb einer Sporthalle wie auch die Fortsetzung der Stadtsanierung.

Die Bürgerversammlung in Jettingen-Scheppach war nicht nur die letzte in den fünf Ortsteilen, sondern auch für ihn selbst die letzte von mehr als einhundert während seiner 42-jährigen Tätigkeit in der Kommunalpolitik. Fragen oder gar Kritik gab es nicht. Wenn Zufriedenheit herrsche, sei das für ihn die größte Freude, betonte Reichhart am Ende seiner Ausführungen.

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