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Basketball

18.08.2016

Mein Sport in Rio: Erst mal so groß werden wie das Vorbild

Zum Dunking reicht’s (noch) nicht. Doch das große Vorbild von Felix Grimminger beweist ja, dass Körpergröße allein nicht alles ist im Basketball.
Bild: Uli Anhofer

Felix Grimminger will hochklassig spielen. Die Übertragungen aus Rio inspirieren ihn. Schade findet der 16-Jährige nur, dass sein Idol nicht im Team des Gold-Favoriten USA steht.

„Die USA werden Olympiasieger im Basketball.“ Diese Meinung hat Felix Grimminger sicher nicht exklusiv. Der 16-Jährige spielt selbst Basketball und schaut sich in diesen Tagen die Auftritte des US-Teams natürlich an. Dass auch Spiele anderer Mannschaften im Fernsehen übertragen wird, inspiriert ihn umso mehr.

Die amerikanische Mannschaft ist gespickt mit Superstars aus der nordamerikanischen Profiliga NBA. Nicht im Kader des designierten Goldmedaillengewinners ist zur Enttäuschung von Felix Grimminger allerdings Chris Paul. Der Spielmacher der Los Angeles Clippers sagte kurz vor den Spielen seine Teilnahme ab. Paul hatte schon bei den Siegen der USA in Peking (2008) und London (2012) Gold gewonnen. Der Superstar ist das große Vorbild von Felix, der in seinem Verein TSV Wasserburg eine ähnliche Position besetzt. Neben den wöchentlich zwei Trainingseinheiten mit den Wasserburgern übt der junge Sportler auch in der Nachwuchsabteilung des deutschen Vizemeisters ratiopharm Ulm. „Dort habe ich allerdings keinen Spielerpass“, erklärt Grimminger. Seine Punktspiele bestreitet der Korbjäger für den TSV Wasserburg. Neben den Auftritten beim Junioren-Team bekommt er inzwischen auch bei der Herrenmannschaft Einsatzzeiten.

Zum Basketball kam Felix Grimminger vor einigen Jahren. Gemeinsam mit einem Bekannten besuchte er in Ulm ein Basketball-Bundesligaspiel, damals noch in der legendären Kuhberghalle. Die Stimmung und der schnelle Sport faszinierten den Buben und schon bald wurde im Garten ein Basketballkorb aufgebaut. Dort übte Felix regelmäßig und wurde schnell immer treffsicherer: „Ich habe jeden Tag gespielt und gemerkt, dass das richtig Bock macht.“ Vor zweieinhalb Jahren meldete er sich dann in Wasserburg und spielt seitdem in einer Mannschaft.

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Bis zum vergangenen Jahr kickte der Konzenberger zusätzlich in der JFG Region Burgau. Auch für diese Sportart besitzt er Talent. „Beim Basketball entwickle ich aber einfach größeren Ehrgeiz als beim Fußball“, sagt der 16-Jährige. Die Konsequenz war, dass er seine Kickschuhe an den Nagel hängte und sich ganz auf Basketball konzentrierte. Für den Sportler ist das schnelle Basketballspiel nicht so einseitig wie Fußball. „Beim Basketball musst du immer Vollgas geben. Wenn du beim Fußball mal 0:3 hinten liegst, ist das kaum mehr auszugleichen; beim Basketball ist ein Rückstand von zehn oder mehr Punkten immer noch aufholbar“, erklärt Felix die Faszination für seinen Sport.

Ziel des Spielers ist es, seine Technik zu verbessern und so hochklassig wie möglich zu spielen. Dass man dazu nicht unbedingt eine Körperlänge von über zwei Metern haben muss, beweist das Vorbild von Felix Grimminger. Chris Paul misst „nur“ 1,84 Meter. So groß möchte Felix Grimminger mindestens werden. Helfen würde es, denn „dann könnte ich den Ball auch mit einem Dunking versenken.“

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