Newsticker

Steigende Infektionszahlen: Bundesregierung spricht für ganz Belgien eine Reisewarnung aus
  1. Startseite
  2. Lokales (Günzburg)
  3. Mit dem Traktor in die Ukraine und zurück

02.07.2010

Mit dem Traktor in die Ukraine und zurück

Am Ortseingang von Bubesheim hieß der Präsident der Oldtimer-Traktoren-Freunde die beiden Gespanne standesgemäß mit einem Fendt willkommen, die auf ihrer Fahrt von Illertissen nach Kiew und zurück nach Weißenhorn vorbeikamen. Dabei entpuppte sich die Lokalisierung der Gespanne als echte detektivische Meisterleistung. Fotos: Georg Johannes Miller
2 Bilder
Am Ortseingang von Bubesheim hieß der Präsident der Oldtimer-Traktoren-Freunde die beiden Gespanne standesgemäß mit einem Fendt willkommen, die auf ihrer Fahrt von Illertissen nach Kiew und zurück nach Weißenhorn vorbeikamen. Dabei entpuppte sich die Lokalisierung der Gespanne als echte detektivische Meisterleistung. Fotos: Georg Johannes Miller

Illertissen/Kiew/Bubesheim Insgesamt 4200 Kilometer haben zwei Fendt-Traktoren auf dem Weg von Illertissen nach Kiew (Ukraine) und wieder heim nach Schwaben zurückgelegt. Vor Kurzem kam das Fahrertrio zurück. In Bubesheim haben die dortigen Oldtimer-Traktoren-Freunde den Fahrern samt Fahrzeugen einen begeisterten Empfang bereitet. Auf dem Hof von Präsident Peter Häußler gab es eine Willkommensparty.

Nicht ganz einfach war es, die Gespanne zu lokalisieren. Aus "gewöhnlich gut unterrichteten Oldtimerkreisen" war nur bekannt, dass die Fahrzeuge zwischen 10 und 11 Uhr durch Bubesheim kommen sollten. Ab 10 Uhr waren auf dem Hof von Peter Häußler bereits einige Fahrzeuge vorgefahren. Sonja Häußler zog die Bayernflagge auf.

Der Empfangskonvoi von Fahrzeugen und Personen machte sich auf den Weg Richtung Günzburg. Man wollte die Gruppe weit vor dem Ort in Empfang nehmen. Doch dann tauchte die Frage auf, von woher die Fahrzeuge wohl kommen werden. "Zurück ans Ortsschild", hieß der Marschbefehl anschließend. Gleichzeitig wurde Anton Güntner mit seiner BMW R 60 als Späher "an die Front geschickt".

Eine halbe Stunde später gab es die Entwarnung: Fahrzeuge sind im Anmarsch. Voller Freude begrüßten die Bubesheimer Oldtimerfreunde mit Deutschlandflagge die "Russlandfahrer" am Ortseingang und begleiteten diese im Konvoi durch Bubesheim.

Lesen Sie jetzt: Die heutige Ausgabe Ihrer Tageszeitung als E-Paper.
Lesen Sie jetzt: Die heutige Ausgabe Ihrer Tageszeitung als E-Paper.

Dreiwöchige Reise war voller Abenteuer

Bei der Willkommensparty erzählten die Fahrer Gerhard und Helmut Obst sowie Albert Berg von ihrem Abenteuer auf der mehr als dreiwöchigen Reise. Immerhin war das Trio seit 3. Juni unterwegs gewesen und die meiste Zeit mussten sie mit "Händen und Füssen sprechen".

In den Gesprächen in Bubesheim drang immer wieder durch: "Geschafft und wieder daheim. Die verstehen ja alle deutsch." Mehrmals ist das Team der drohenden Verhaftung wegen angeblicher Verkehrsverstöße entgangen. Nur weil sie in der Ukraine einen deutsch sprechenden Abgeordneten kennengelernt haben, den die Polizisten anriefen, wenn es nicht mehr weiterging, konnten sie immer wieder ihre Fahrt fortsetzen. "Was wollen sie hier und wo wollen sie hin?"

Diese Fragen der Einheimischen konnten sie nicht beantworten, weil das Trio der dortigen Sprache nicht mächtig war. Gespannt hörten die Bubesheimer Oldtimerfreunde den Erzählungen zu. Als es weiter ging, ließen es sich die "Mannen aus Bubesheim" nicht nehmen, die neuen Freunde ein Stück des Weges zu begleiten. Nachmittags sind diese wohlbehalten an ihrem Ausgangspunkt in Weißenhorn (Kreis Neu-Ulm) angekommen. (pm)

Themen folgen

Die Diskussion ist geschlossen.

Das könnte Sie auch interessieren