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Günzburg

09.02.2018

Mit den richtigen Aktien zum Sieg beim Planspiel Börse

Walter Pache, Vorstandsvorsitzender der Sparkasse Günzburg-Krumbach (Mitte) und weitere erwachsene Finanzexperten gratulierten dem Siegerteam (von links): Kerstin Körner (Wertpapierexpertin), Jennifer Krasniqi, Lena Pachl, Laura Pachl, Antonia Heberle, Sabine Bentele, Jürgen Iwan (Marktbereichsleiter), Stefanie Hoser (Lehrerin) und Sonja Hartmann (Schulbetreuerin der Sparkasse).
Bild: Bernhard Weizenegger

Schülerinnen aus Thannhausen gewinnen knapp die Gesamtwertung beim Wettbewerb. Der erste Preis in der Rubrik Nachhaltigkeit geht an ein Günzburger Team.

Nach zehn Wochen der Spekulation um jeden Kurs und jede Veränderung am Börsenmarkt erlebten „Die Fünf Börsenmädchen“ am Donnerstag einen besonderen Tag. Die Schülerinnen der Christoph-von-Schmid-Realschule in Thannhausen belegten den ersten Platz im Planspiel Börse, das mittlerweile bereits zum 35. Mal stattfand. Die Musik für die Siegerinnen lieferten in der Sparkassen-Hauptstelle Günzburg ebenfalls Schüler der Christoph-von-Schmid-Realschule.

Dieses Jahr nahmen 101 Gruppen aus dem Landkreis an dem Wettbewerb teil. Die Teams bekamen dafür ein fiktives Startkapital von 50000 Euro zur Verfügung gestellt. Im Zeitraum von zehn Wochen hatten sie Zeit, durch sorgfältige Recherchen die aussichtsreichsten Wertpapiere auszusuchen und ihr Startkapital gewinnbringend zu vermehren. Teamchefin Antonia Haberle und ihre „Börsenmädchen“ gewannen mit einem Depotwert von 53565 Euro und gaben den anderen Gruppen noch einen Einblick in ihr Vorgehen. „Wir haben neue Aktien gekauft, wenn deren Kurse niedrig waren, außerdem haben wir Aktien gekauft, bevor ein neues Produkt auf den Markt kam“, erklärten die Siegerinnen.

Letztendlich war deren Motto: „Probieren geht über studieren“, denn man wisse im Voraus nie, wie sich die Kurse entwickeln würden. Den ersten Platz knapp verpasst haben die „Wirtschaftsflüchtlinge“ des Günzburger Maria-Ward-Gymnasiums. Hätten sie dieses Jahr wieder den ersten Platz belegt, wäre es ihnen das dritte Mal hintereinander gelungen und sie hätten den Wanderpokal behalten dürfen. Mit einem Depotwert von 53438 Euro lagen sie sehr knapp hinter den Siegerinnen. Den dritten Platz belegte die Gruppe „Die Börsenzerstörer Comeback“ der Freiherr-von-Stain-Mittelschule Ichenhausen. Der vierte Rang ging an die „Little Skibbes“ des St.-Thomas-Gymnasiums in Wettenhausen.

Man muss Risiken eingehen

„So knapp war es noch nie“, sagte Walter Pache, Vorsitzender des Vorstandes der Sparkasse Günzburg-Krumbach, im Hinblick auf den ersten und zweiten Platz. Zum Thema Aktien erklärte er, wer Rendite wolle, müsse Risiken eingehen. Das Wichtige dabei sei, die Risiken richtig einzuschätzen und sich zu fragen, ob man sie verschmerzen könne.

Ziel des Planspiels sei es, dass sich junge Menschen mit Finanzthemen auseinandersetzen. Für Pache war die Siegerehrung am Donnerstag seine letzte, denn Ende September geht er in den Ruhestand.

Die Mädchengruppe der Realschule Thannhausen war aber nicht die einzige, die einen ersten Platz belegt hat. Michael Seeleuther, 16, Jason Slotwinski, 16, Luca Fälschle, 15, und Nikita Mitteneder, 17, belegten mit ihrer Gruppe „Wall Street People“ den ersten Platz im Bereich Nachhaltigkeit. Und nicht nur das, die jungen Aktionäre kamen im deutschlandweiten Vergleich mit ihrem Nachhaltigkeitsertrag von 2220 Euro auf Rang 45. Die vier Jungs freuten sich über ihre Platzierung, wobei sie zugaben, dass sie Glück mit ihren Aktien hatten. „Wir haben normal angefangen und Aktien von Intel gekauft“, erklärte Jason Slotwinski. Dabei handelte es sich um nachhaltige Aktien, die dann einen guten Gewinn brachten. Zunächst haben sie auf Aktien des Disneykonzerns spekuliert, aber als diese keinen Gewinn abwarfen, obwohl ein neuer Film anlief, verkauften sie diese schnell.

Das Spiel weckt Lust auf mehr

Michael Seeleuther lobte ausdrücklich sein Team. Bei so einem Projekt müsse man zusammenarbeiten und absprechen, welche Aktien man kaufe und welche nicht. Das habe super funktioniert. Mit dem Lob ging es weiter: Nikita Mitteneder wies auf den Wirtschaftslehrer der Gruppe, Dominik Remiger, hin. Mit ihm haben sich die vier jungen Aktienbesitzer besprochen und sich Tipps abgeholt. Allgemein sei das Nachhaltigkeitsthema interessant, erklärte Michael. Offenbar wirkt das Spiel ansteckend. Denn für die Zukunft hat Michael Seeleuther finanzielle Pläne. Er hat bereits mit einem Freund aus dem Dossenberger Gymnasium gesprochen und „wenn wir mal Geld übrig haben, dann legen wir das in Aktien an“.

Die Erstplatzierten beider Rubriken gewannen jeweils 150 Euro pro Team, einen Kinogutschein und einen Schulpreis von 100 Euro für die jeweiligen Schulen. Auf die Frage, wie die „Wall Street People“ ihr Teamgeld verwenden werden, gab es ein verschmitztes Grinsen der vier Jugendlichen.

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