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Ausbildung

16.05.2015

Mittwochs ist Leonie Studentin

Leonie Schurr auf dem Weg in die Uni: Die 15-jährige Gymnasiastin besucht einmal pro Woche die Universität Ulm.
Bild: Schule

Mit 15 Jahren beschäftigt sich die Gymnasiastin einen Tag in der Woche mit Ökologie. So bringt sie Schule und Uni zusammen

In ein paar Tagen ist es wieder so weit. Es ist Mittwoch – und mittwochs, da ist Leonie Schurr Studentin. Leonie ist 15 Jahre alt und besucht die 10. Klasse des Maria-Ward-Gymnasiums Günzburg. Anders als ihre Mitschülerinnen macht sie dies seit April nur noch an vier Tagen in der Woche. Mittwochs besucht sie die Uni Ulm im Rahmen eines Schülerstudiums.

Universitäten bieten diese Möglichkeit besonders interessierten und begabten Schülerinnen und Schülern an. Die Idee der Schüler-Universität ist, gute Schüler durch individuell zugeschnittene Angebote zu fördern und ihnen Orientierungshilfe für den Übergang von der Schule an die Universität zu geben. Die Schüler sollen bereits während ihrer Schulzeit die Möglichkeit bekommen, sich eingehend über die an der Universität angebotenen Studienfächer zu informieren. Gleichzeitig sollen sie einen Eindruck von den Anforderungen eines Studiums erhalten.

Wirtschaftslehrerin Sabrina Simoneit sprach Leonie Schurr auf die Möglichkeit eines Schülerstudiums an und stieß sofort auf große Begeisterung. „Ich informierte mich über das Internet über die Angebote der Universität Ulm und ging zu einer Informationsveranstaltung“, berichtet Leonie. Dort wurde der Ablauf besprochen und alle Formalien erklärt. Erforderlich ist die Zustimmung der Eltern und der Schule. Bei Schulleiter Christian Hörtrich erfuhr Leonie, wie schon zuvor bei anderen Aktionen, große Unterstützung für ihr Vorhaben und so wurde ihr Traum wahr. Jeden Mittwoch besucht die 15-Jährige nun eine Vorlesung aus dem Bereich der Ökologie. „Der Unterschied zur Schule ist beträchtlich“, sagt sie selbst. „Vor allem das Tempo und der Umfang des Stoffes unterscheiden sich sehr von dem, was an der Schule üblich ist.“

Keine Probleme bereitet ihr das Verständnis. Geradezu begeistert ist sie von den Inhalten, die sie dort hört. Der Tag an der Uni ist aber alles andere als ein Ferientag. Sie wird behandelt wie eine reguläre Studentin und es werden an sie die gleichen Anforderungen gestellt. Sie besitzt einen Studentenausweis, der ihr den Zugang zur Bibliothek ermöglicht, um die Inhalte der Vorlesung zu vertiefen. Am Ende des Semesters wird erwartet, dass sie eine Klausur schreibt. Die dabei erzielten Punkte werden später anerkannt, falls sie ein entsprechendes Fach studieren sollte. Wenn Leonie von der Uni heimkommt, erwartet sie weitere Arbeit. Ihre Freundinnen schicken ihr die Einträge und Hausaufgaben, die sie dann nachschreibt, denn die Schule darf natürlich nicht vernachlässigt werden. „Das Schülerstudium ist eine tolle Erfahrung für mich und ich kann alle, denen sich die Möglichkeit dazu bietet, nur ermuntern, diese zu nutzen“, sagt Leonie Schurr. Sie freut sich schon auf den nächsten Mittwoch. (zg)

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