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Landkreis Günzburg

23.01.2019

Müllgebühren werden so schnell nicht erhöht

Die Bürger im Landkreis Günzburg können sich freuen: Die Gebühren für Müll bleiben in den kommenden Jahren konstant.
Bild: Bernhard Weizenegger

Wie es der Abfallwirtschaftsbetrieb im Landkreis Günzburg trotzdem schafft, das Minus auszugleichen.

Die Müllgebühr wird auch in diesem Jahr nicht erhöht. Wahrscheinlich kann die Gebühr sogar noch weitere vier bis fünf Jahre stabil gehalten werden. Diese für die Landkreisbürger frohe Kunde überbrachte Anton Fink, der Leiter des Abfallwirtschaftsbetriebes, im Werkausschuss. Zwar liegen die Ausgaben über den Einnahmen, doch der Abfallwirtschaftsbetrieb hat so viel Geld auf der hohen Kante, dass das Minus problemlos ausgeglichen werden kann.

Ein solcher Fall zählt zu den raren Ausnahmen: Um die Jahrtausendwende waren die Müllgebühren letztmals angehoben worden, zwischenzeitlich sind sie sogar einmal gesenkt worden. Nach Lage der Dinge dürfen sich Bürger und Unternehmen noch einige Zeit über stabile Preise freuen.

Anton Fink und sein Stellvertreter Bernd Oehler rechnen in diesem Jahr mit Ausgaben von etwa 12,67 Millionen Euro, die Einnahmen werden mit 11,35 Millionen kalkuliert. Das Minus von 1,32 Millionen wird durch einen Griff in die Kasse ausgeglichen. „Wir haben noch ein Guthaben von etwa 8,5 Millionen“, erklärte Landrat Hubert Hafner im Werkausschuss. Der Abfallwirtschaftsbetrieb ist gehalten, seine Überschüsse nach und nach abzuschmelzen, weshalb trotz steigender Kosten und in einigen Bereichen sinkender Einnahmen eine Gebührenerhöhung vermieden werden kann. Hafner: „Die 1,3 Millionen sind kein Problem.“

Abfallwirtschaftsbetrieb investiert heuer wieder mehrere Millionen Euro

Zugleich investiert der Abfallwirtschaftsbetrieb auch in diesem Jahr wieder in Millionenhöhe. Laut Anton Fink sind es genau 4,1 Millionen Euro. Davon sind 1,9 Millionen für die restliche Finanzierung des neuen Wertstoffzentrums in Leipheim vorgesehen, sechsstellige Beträge werden in die weitere Sanierung der Burgauer Deponie sowie in Grundstückskäufe rund um die inzwischen verkaufte Pyrolyseanlage bei Unterknöringen gesteckt. Auch die Verlegung des Wertstoffhofs in Offingen und die Erweiterung des Krumbacher Wertstoffhofs zählen zu den größeren Ausgaben.

Trotz der guten Finanzlage – der Abfallwirtschaftsbetrieb ist schuldenfrei und braucht keinerlei Kredite – sei es mittelfristig geboten, die Schere zwischen Ausgaben und Einnahmen zu schließen, betonte Fink. Denn die Entsorgungskosten, etwa bei der Müllverbrennungsanlage in Weißenhorn, steigen, zugleich stagnieren die Erlöse bei Papier und anderen Wertstoffen. Beim Wertstoffzentrum auf dem ehemaligen Leipheimer Fliegerhorst muss zusätzliches Personal eingestellt werden, auch die Werbung für eine höhere Anschlussquote bei der Bio-Tonne verursacht zunächst Kosten.

Der Landrat erinnerte zudem an einige nicht billige „Wohltaten“, die im Sinne der Bürger beschlossen worden seien. Die Grüngutannahme ist nach wie vor kostenlos, auch der Windelbonus ist ein Zuschussgeschäft. Ziel aller Maßnahmen sei es, bei aller gebotenen Sparsamkeit den Service für die Bürger weiter zu verbessern.

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