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Jahreskonzert

23.04.2019

Musik der Welt in Haldenwang

Die Hauptkapelle des Musikvereins Haldenwang-Hafenhofen unter der Leitung von Martin Erber beim Jahreskonzert 2019 (Bild links). Geehrt wurden für langjährige Zugehörigkeit: (vorne von links) Patrick Wahl (15 Jahre), Karolina Simnacher (25 Jahre), Michael Wolf (25 Jahre) mit (hinten von links) der Vorsitzenden Doris Egger, dem Ersten Dirigenten Martin Erber und dem Zweiten Dirigenten Tizian Foag. Es fehlt: Nathalie Wolber (15 Jahre).
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Die Hauptkapelle des Musikvereins Haldenwang-Hafenhofen unter der Leitung von Martin Erber beim Jahreskonzert 2019 (Bild links). Geehrt wurden für langjährige Zugehörigkeit: (vorne von links) Patrick Wahl (15 Jahre), Karolina Simnacher (25 Jahre), Michael Wolf (25 Jahre) mit (hinten von links) der Vorsitzenden Doris Egger, dem Ersten Dirigenten Martin Erber und dem Zweiten Dirigenten Tizian Foag. Es fehlt: Nathalie Wolber (15 Jahre).

Das vielfältige Programm der örtlichen Kapellen war die Grundlage für einen abwechslungsreichen Abend

Voll besetzt war der Bürgersaal des Rathauses Haldenwang beim Jahreskonzert des Musikvereins Haldenwang-Hafenhofen.

Die Eröffnung lag in den Händen der Jugendkapelle unter der Leitung von Josef Weishaupt, deren Mitgliederzahl seit dem vergangenen Jahr von 13 auf 17 angestiegen ist. Zwei Stücke der jungen Musiker haben Gospelcharakter. „African Memories“ von Florian Ziller erzählte mit einer lebendigen Melodie von der prachtvollen Vegetation und der reichen Tierwelt dieses Kontinents. Variationen über das englische Kirchenlied „Amazing Grace“ beinhaltete „Spiritual Song“ von Alfred Bösendorfer. Beeindruckend, wie dabei die Bruchstücke der Melodie aus allen Ecken des Raumes zusammenwuchsen. Mit raschen Wechseln zwischen schnellen und langsamen Tempi führten die „Pirates of Rock“ von Markus Götz mal durch ruhiges Fahrwasser, mal durch peitschende Wellen. Mit einem schmissigen Marsch und einer zärtlichen Polka als Zugabe bewiesen die Jungen, dass sie auch in der traditionellen Blasmusik zu Hause sind.

Eine stattliche Zahl von 61 Mitgliedern hat die Hauptkapelle unter der Leitung von Martin Erber und Tizian Foag. Den Charakter einer kraftvollen Fanfare hatte deren Eröffnungsstück „A Little Opening“ von Thiemo Kraas. Im weiteren Verlauf des Programms wurden Geschichten aus fremden Ländern erzählt.

Musik der Welt in Haldenwang

Feurig war die Interpretation der „Jungle Fantasy“ von Naohiro Iwai. In diesem Werk führte er Themen der afrikanischen und südamerikanischen Tanzmusik zueinander. Besonders gefordert waren dabei das sechsköpfige Schlagzeugregister und die sechs Flötistinnen. Für einen besonderen klanglichen Effekt sorgte zudem die Darstellung der Vogelstimmen des Dschungels mit zwei Vogelpfeifen, die im Orchester verteilt waren. Anleihen bei der russischen Musik nahm das Stück „Tsaritsino“ des belgischen Komponisten Johan Nijs. Der Titel kommt von einem Park rund um ein Schloss in Moskau, dessen Pläne Katharina die Große immer wieder überarbeitete. Nach einer kurzen majestätischen Einleitung folgte eine tänzerische Passage ähnlich einem Kasatschok. Daran schloss sich eine elegische Ballade an. Von dieser ging es wieder zurück zum Kasatschok.

Dazu gesellte sich eine dramatische Geschichte aus Deutschland, die Markus Götz in seinem Stück „Dramatic Tales“ in Noten setzte. Diese ist der Gründungsmythos der Gemeinde Todtmoos im Schwarzwald. Dort war ursprünglich ein Waldmoor, dessen giftige Dämpfe den Tod brachten. Durch das Wirken eines Priesters verflüchtigten sich die Dämpfe. Hier baute das Orchester eine wahrhaft bedrohliche Kulisse auf, die von einem Choral durchbrochen wurde. Das Finale führte die beiden Themen zusammen.

Freunde der Popmusik kamen bei einem Abba-Medley auf ihre Kosten. Wie ein vor Freude hüpfendes Herz klang die Polka „Böhmisches Temperament“ von Rudi Fischer. Eindrucksvolle Echoeffekte zwischen dem hohen Blech und den Posaunen bot der Marsch „Ungarn Post“ von Walter Tuschla. Das begeisterte Publikum ließ die Musiker erst nach zwei Zugaben von der Bühne.

Michael Fritz vom ASM-Bezirk zwölf ehrte vier Musiker für Vereinsjubiläen: Seit 15 Jahren spielen der Schlagzeuger Patrick Wahl und die Klarinettistin Nathalie Wolber, die allerdings am Konzertabend verhindert war. Auf 25 Jahre können der Schlagzeuger Michael Wolf und die Flügelhornistin und Dirigentin Karolina Simnacher zurückblicken.

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