Country

02.10.2013

Musik für Johnny

Texas Heat mit (von links) Guido Holzemer, Paul Mayland, Thomas Naatz und Bernd Wolf erinnerten an Johnny Cash, den „Man in Black“.
Bild: Hog

In Leipheim erinnern Texas Heat an den vor zehn Jahren verstorbenen Johnny Cash

Leipheim Auf Einladung der Country- und Western Friends Kötz gastierte die Kölner Country Band Texas Heat im Schützenhaus Leipheim. Die gut besuchte Veranstaltung deckte die lange Karriere des am 12. September 2003 verstorbenen Superstars Johnny Cash ab, von den Anfängen 1954 bei Sun Records in Memphis bis zu den American Recordings aus dem Cash Cabin Studio in Hendersonville.

Unter dem Motto „Just Cash“ spielten Texas Heat nicht nur Lieder von Johnny Cash, sondern auch Eigenkompositionen von Bandleader Bernd Wolf über den „Man in Black“. Das Publikum, das zum Teil Anreisen von über 500 Kilometer in Kauf genommen hatte, bekam über zweieinhalb Stunden kompetente Musik im vom Cash-Gitarristen Luther Perkins kreierten Boom-Chicka-Boom-Sound, und war geschlossen der Meinung, dass das eine Spitzenleistung war, die ultimative Johnny Cash Tribute Show.

Schon vor Texas Heat sangen im Rahmenprogramm Johnny Yuma und Hans-Jörg Autenrieth zur akustischen Gitarre Lieder von Johnny Cash. Als Texas Heat die Bühne betraten, war die Atmosphäre knisternd, als käme Cash selbst auf die Bühne. Im Vorjahr hatte die Band das Programm „Just Cash“ im Rahmen des Kötzer Country Music Festivals bereits vorgestellt, als sie für den kurzfristig erkrankten jüngeren Bruder von Johnny Cash, Tommy Cash, eingesprungen war. Bandleader Bernd Wolf richtete Grüße von Jolina Carl aus, die diesmal aufgrund von Soloverpflichtungen nicht die Rolle von June Carter übernehmen konnte. Guido Holzemer war an der Rhythmus Gitarre dabei, Thomas Naatz bediente wie immer den E-Bass und Paul Mayland das Schlagzeug.

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Bei glasklarem Sound ging es los mit „Old Black Record“, in dem Texas Heat auf die erste Single von Cash bei Sun Records eingehen, Sun 221 mit „Cry, Cry, Cry“ und „Hey Porter“. Letzteres war in Cash’s Air-Force-Zeit in Landsberg bereits entstanden, und wurde in Leipheim auch zu Gehör gebracht.

Bernd Wolf sang mit „Cash in my Heart and John R. on my mind“ eine neue Eigenkomposition, im Übrigen gab es neben den großen Hits von Johnny Cash wie „Ring Of Fire“, „I Still Miss Someone“ oder „Ghostriders In The Sky“ auch unbekanntere Stücke. Rund 70 Mal hat Wolf sein Vorbild live gesehen, und sie haben sich persönlich kennengelernt. Der gegenseitige Respekt der Künstler war stets zu spüren.

Gegen Ende des zweiten Sets hatte Bernd Wolf „That September Day“ im Programm, jenes Lied, das er über seine Empfindungen am Todestag von Cash verfasst hat. Nach „I Walk The Line“ und „Man In Black“, das Texas Heat in der dritten Person sangen, brachten sie mehrere Zugaben, die in „A Boy Named Sue“ gipfelten. Zum Abschluss sang Bernd Wolf, nur von eigener Sologitarre begleitet, „Hurt“, zu dem es vom krank und alt gewordenen Johnny Cash ein ergreifendes Video gibt. (zg)

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