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Leipheim

16.08.2013

Nach der Bombe wurde ganz gezielt gesucht

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Unter einem ehemaligen Parkplatz im Eingangsbereich des ehemaligen Fliegerhorsts in Leipheim wurde diese amerikanische Fliegerbombe gefunden und entschärft.

Ein Sprengkommando musste am Mittwoch in Leipheim eine Fünf-Zentner-Bombe entschärfen. Das Bad und der V-Markt mussten evakuiert werden.

Der Fund einer 250-Kilo-Bombe lähmte am Mittwoch die Stadt Leipheim. Am späten Vormittag fanden die Männer der Firma Terrasond, die mit der Kampfmittelräumung auf dem ehemaligen Fliegerhorstgelände beauftragt sind, das Fünf-Zentner-Teil im Eingangsbereich des ehemaligen Militärgeländes. Entwarnung gab es um 14.50 Uhr, als der Sprengmeister die gelungene Entschärfung über Funk weitergab. Alles ging gut aus, es wurde niemand verletzt.

„Die amerikanische Fliegerbombe wurde nicht zufällig gefunden, sondern wir haben sie ganz gezielt gesucht“, sagte Roger Flakowski von Terrasond. Aufgrund der Luftauswertung in Bezug auf Blindgänger aus dem Zweiten Weltkrieg sei ein Verdachtspunkt im Eingangsbereich des Fliegerhorsts bekannt gewesen. Mithilfe von GPS-Daten suchten die Fachmänner mit einer ferromagnetischen Sonde nach einer Bombe. „Als wir sie im Erdreich unter einem Parkplatz geortet hatten, näherten wir uns ganz vorsichtig mit Bagger, Schaufel und zum Schluss mit der Hand“, beschrieb Flakowski das Vorgehen. Das war gegen 11.30 Uhr.

Dann wurde auf das Sprengkommando zur Entschärfung des brisanten Fundes gewartet. Parallel dazu begann in einem Radius von 300 Metern die Evakuierung. Etwa 50 Badegäste im Gartenhallenbad und Kunden im V-Markt verließen zusammen mit den Angestellten die Gebäude. Auch Gebäudekomplexe an der Theodor-Heuss-Straße auf dem Zweckverbandgelände und die nahe gelegene Jet-Tankstelle wurden geräumt. Das Altenheim des Rummelsberger Stifts war nicht betroffen, da es nicht innerhalb der 300-Meter-Evakuierungszone lag. Horst Gaede vom Bauamt der Stadt Leipheim bat Anwohner innerhalb des Evakuierungsbereichs, ihre Häuser zu verlassen.

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Aribert Blanz von der Firma Schwaben-Netz war wegen der nahen Erdgasleitung vor Ort. Polizei und Feuerwehr riegelten nach und nach alle Straßen in der Umgebung ab. Während der eigentlichen Entschärfung war auch die Verbindungsstraße von Leipheim nach Günzburg, die ehemalige Bundesstraße 10, gesperrt. Die Leitung der Einsatzkräfte bezog in der Ludwigstraße Stellung. Am Ende waren nur noch Sprengmeister und Kampfmittelbeseitigungskommando im inneren Bereich. Nicht nur die 22 Einsatzkräfte der Freiwilligen Feuerwehr Leipheim unter ihrem ersten Kommandanten Martin Schmitz, sondern auch die Polizei mit Hauptkommissar Alfred Ostermöller an der Spitze sowie das Rote Kreuz mit leitendem Notarzt Dr. Marc Ventzke und sieben Einsatzkräften hofften auf einen guten Ausgang.

Endlich, gut 20 Minuten nach dem Vollzug der Evakuierung, gab Ostermöller den erwarteten Funkspruch weiter: „Die Bombe ist entschärft, der Einsatz wird beendet.“ Am Fundort wurde die Fünf-Zentner-Bombe mit einem Bagger aus der zwei Meter tiefen Grube gehoben und in den Kleintransporter des Sprengmeisters verladen. „Sie war ganz normal zu entschärfen“, gab sich Sprengmeister Josef Beier aus Ingolstadt gelassen. 120 Kilo Sprengstoff seien in der Bombe, die nach der Entschärfung in einen Bunker gebracht, zersägt und vernichtet wurde. Schnell kehrte wieder Leben in die Evakuierungszone zurück. Supermarkt, Tankstelle und Gartenhallenbad öffneten wieder, die Einsatzkräfte zogen ab. Die Männer der Kampfmittelbeseitigung blieben, schließlich ging die Suche nach Blindgängern weiter.

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